Prinz Dirk I. setzt auf Party und Paragrafen

Von: Anna Petra Thomas
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Von Präsident Pascal Schüren erhielt der neue Prinz Dirk I. mit seiner Prinzessin und Gattin Nadine Schmitz das Zepter mit der kleinen Kaffeekanne obendrauf. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg-Effeld. Wenn alles, was Uniform hat, beim Kaffeeklatsch der KG Effelder Kaffeemänn in der Effelder Bürgerhalle auf die Bühne eilt und Ehrenpräsident Ewald Schmitz die Spannung auf ihren Höhepunkt gebracht hat, darf die Garde ihn in den Saal holen, den neuen Prinzen.

Und da es die Kaffeemänn schaffen, ihn tatsächlich bis zum Kaffeeklatsch immer geheim zu halten, ist die Überraschung jedes Mal riesengroß.

So brach auch dieses Mal lauter Jubel aus, als Prinz Dirk I. und seine Prinzessin Nadine (Ehepaar Schmitz) sich mit einem großen Korb voller Blumensträußchen für die Gäste im Saal den Weg zur Bühne bahnten. „Er ist von Beruf Buchhalter, also er steht den ganzen Tag am Regal und hält die Bücher“, stellte Schmitz schmunzelnd die 45 Jahre alte Tollität auf der Bühne vor, auch als den Vorsitzenden des Fußballvereins SV Adler Effeld. Überhaupt sei Schmitz nicht nur Prinz von Effeld, sondern auch von Steinkirchen, Rothenbach, Ophoven, Birgelen und Wassenberg, „weil die alle keinen haben“. Schmitz sei bescheiden, seine Frau sei da eher diejenige gewesen, die habe Prinzessin werden wollen, erklärte er.

Gleich mehrere Gründe hatte der Ehrenpräsident dann aufgelistet zur Begründung, warum die Wahl auf Dirk I. gefallen war. „Weil er Schmitz heißt“, lautete die erste davon. Der Prinz selbst verkündete fast ebenso viele Paragrafen für die Zeit seiner Herrschaft. Darin bestimmte er zunächst Ingo Winkens und Ingo Schmitz zu seinen Begleitern. Für die Bruchstraße, an der er wohnt, will er einen Wegezoll erheben, und als Fußballer forderte er die Erweiterung der Fußball-EM auf 48 Mannschaften, „damit die Holländer auch teilnehmen können“. Schließlich rief er alle Vereine, denen er angehört, dazu auf, sich als Fußgruppe am Karnevalszug in Wassenberg zu beteiligen. Danach gibt‘s die Prinzenparty, „unter dem Motto ‚Närrische Kirmes‘“, so der Prinz, „für die Frühkirmes zu früh, für die Herbstkirmes zu spät.“

Vorangegangen war der Proklamation ein prall gefülltes, traditionelles und vor allem mit sehr viel Lokalkolorit gefülltes Sitzungsprogramm. Darauf eingestimmt hatte Norbert Bodden die Gäste mit dem Vereinslied, nachdem Schmitz mit Jörg Buchta, Michael Linden, Maurice Günder, Niklas Schmitz und Kai Schüren gleich fünf neue Mitglieder des Elferrats vorgestellt hatte. Dass sich die Kaffemänn um Nachwuchs nicht sorgen müssen, zeigten dann gleich zwei neue Gruppen ganz junger Tänzerinnen, genannt „De Dansflüe“ (Tanzflöhe), gerade mal drei Jahre alt, und die „Butterflies“.

Beim Publikum ebenso gut kam die Rede von Berthold Ohlenforst an, der von seinen Erlebnissen als Weltenbummler berichtete. Nach dem Auftritt der tanzenden „Sunny-Girls“ erzählte Kai Schüren als „Ene Effelder Jong“ von seinen Erlebnissen als junger Effelder.

Als Mann verkleidet begeisterte Petra Görtz mit einer gereimten Rede, bevor Mitglieder des Elferrats sich als Gesangsgruppe mit dem Thema Alkohol im deutschen Liedgut beschäftigten und den Saal mit kölschen Liedern in Stimmung brachten. Für Abwechslung sorgen die tanzenden „Coffee-Beans“.

Danach gab Peter Hanrath wie gewohnt als Bildzeitungsverkäufer seine Erlebnisse zum Besten. Bevor das Prinzenpaar die Bühne für sich eroberte, tanzten noch die „Bumble-Bees“, nicht zu vergessen Mariechen Isabell Görtz, die abschließend zu Ehren der neuen Tollitäten mit ihrem Tanz begeisterte.

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