Printenmann aus Aachen als Prinz in Kölle

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Autor Kurt Lehmkuhl fand mit seinem Kriminalroman „Printenprinz“ in der Buchhandlung Fürkötter ein interessiertes Publikum. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen/Heinsberg. „Ich kann nur Krimis“, antwortet Kurt Lehmkuhl auf die Frage, welchen Themen er sich in seinen Romanen annimmt. Aber Krimis kann er wirklich gut, denn wie wäre es sonst möglich, dass er mit seinem 20. Werk „Printenprinz“ noch immer sein Publikum findet?

Kurt Lehmkuhls Bücher werden gern gelesen, denn er schreibt flüssig, ohne überhebliche Schnörkel. Dabei kommt dem gebürtigen Übach-Palenberger seine journalistischen Tätigkeit als Redakteur unserer Zeitung zugute. „Schon im Jurastudium habe ich angefangen, für mich Krimis zu schreiben“, bekennt Lehmkuhl. Während dieser Zeit entstanden bereits sechs druckreife Romane, die er aber noch für sich behielt. Als der Autor Ende 1986 seine Tätigkeit als Leiter der Erkelenzer Volkszeitung annahm, wurde er auch an seinem Arbeitsort sesshaft. Mit „Tödliche Recherche“ veröffentlichte Kurt Lehmkuhl 1996 seinen ersten Kriminalroman, der ja bereits fertig in der Schublade lag.

In Abständen erschienen die anderen Werke, bis 2007 der Gmeiner Verlag auf den Krimischreiber aufmerksam wurde. Seitdem lässt Lehmkuhl seinen kriminalistischen Fantasien freien Lauf, intensivierte die Recherchen und veröffentlichte jedes Jahr einen neuen Krimi.

Alle Handlungen spielen im Raum Aachen, wobei er Huppenbroich bei Simmerath in den Mittelpunkt gestellt hat. Denn in dem 440-Seelen-Dorf lebt der pensionierte Kriminalhauptkommissar Rudolf-Günter Böhnke, der immer noch nicht so richtig von seinen ermittlungstechnischen Aufgaben lassen kann, mit denen er früher als zuständiger Chef des Kommissariats für Tötungsdelikte in Aachen betraut war. Mit seinen unkonventionellen Aufklärungsmethoden hat Böhnke die Fälle gelöst, wenn er auch schon mal bei einigen seiner heutigen Nachfolger damit aneckte.

Aber der Erfolg gab dem Kommissar immer recht und diese Reputation brachte ihm höchste Anerkennung in Fachkreisen. So ist es nicht verwunderlich, dass er auch als Pensionär noch um Rat und Hilfe gebeten wird.

In der Buchhandlung von Franz-Josef Fürkötter in Geilenkirchen stellte Kurt Lehmkuhl seinen frisch erschienenen Krimi „Printenprinz“ vor.

Das interessierte Publikum erfuhr von dem Printenbäcker aus Aachen, der auf einmal Karnevalsprinz in Köln wird. „Ein Printenbäcker aus Aachen kann nicht Prinz in Köln werden, dat jeht nich“, so Kurt Lehmkuhl schmunzelnd. Die Nummer 1 der Aachener Süßwarenbranche sei allseits beliebt gewesen.

„Das glaubte Peter von Sybar jedenfalls“, so Lehmkuhl. Als er in die Printendynastie einheiratete, hatte er den Namen seiner Ehefrau Elisabeth angenommen, denn das „von Sybar“ machte in Aachen was her. Doch das Ehepaar führte eigentlich nur eine Zweckgemeinschaft. Viel Liebe erfuhr Elisabeth von Sybar nicht von ihrem Peter.

Ihr Ehemann war nur auf Herstellung und Verkauf von Printen fixiert und hatte keine Zeit für sie. Eines Tages trat Wolfgang in ihr Leben, und für diesen Arbeitskollegen empfand Elisabeth von Sybar mehr, als sie sich jemals erträumt hätte.

So reifte der Gedanke in ihr „Ich muss Peter loswerden“. Als dann für Peter von Sybar noch eine zweite Amtszeit als Karnevalsprinz in Köln anstand, trachteten ihm noch weitere Personen nach dem Leben. Und bald trat auch Kriminalhauptkommissar a.D. Rudolf-Günter Böhnke in Aktion.

340 Seiten spannende Unterhaltung, teils ironisch, teils zum Schmunzeln machen den „Printenprinz“ lesenswert. Ein Teil des Erlöses kommt übrigens dem Hilfsfonds „Kinder in Not Aachen“ zugute.

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