Kreis Heinsberg - Premiumwanderwege sind sehr beliebt

Premiumwanderwege sind sehr beliebt

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Auch „Wanderpapst“ Manuel Andrack (r.) war schon auf Premiumwanderwegen des Naturparks unterwegs. So wurde er im vergangenen Jahr an Haus Wildenrath zu einer Wanderung auf dem Weg „Birgeler Urwald“ von Naturpark-Verbandsvorsteher Peter Ottmann willkommen geheißen. Foto: NPSN

Kreis Heinsberg. Die Premiumwanderwege erfreuen sich großer Beliebtheit. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die der Naturpark Schwalm-Nette in Kooperation mit der Hochschule Rhein-Waal in Kleve in Auftrag gegeben hat. 2012 hatte der Zweckverband im Rahmen der Naturparkschau „Wandervolle Wasserwelt“ neun zertifizierte Premiumwanderwege im deutsch-niederländischen Maas-Schwalm-Nette-Gebiet eröffnet – darunter den Weg „Birgeler Urwald“ im Kreis Heinsberg.

Bis heute sind es deutschlandweit die einzigen Wanderwege dieser Güte im Flachland. „Nach nunmehr knapp drei Jahren ist es für uns als Betreiber wichtig zu erfahren, wie diese Wege angenommen werden, ob es Probleme gibt und wo wir nachbessern müssen“, erklärte Naturpark-Geschäftsführer Michael Puschmann.

Im Rahmen einer Semesterarbeit haben vier Studenten der Rhein-Waal-Uni – Studiengang „nachhaltiger Tourismus“ – zwischen Oktober 2014 und Januar 2015 das persönliche Gespräch sowohl mit Wanderern als auch mit Gastro-Partnern gesucht. Puschmann: „Die Studenten waren dazu am Wochenende und auch in der Woche auf den Premiumwegen unterwegs.“ Darüber hinaus gab es schriftliche Anfragen und Internet- oder E-Mail-Recherchen.

Das Ergebnis kann sich für den Naturpark sehen lassen. Das Gros der Befragten ­äußerte sich positiv über die Qualität der Wege. Insbesondere die gute Wegeführung und Markierung und die abwechslungsreiche Landschaft wurden bei den Wanderern als Plus gewertet. Aber es gab auch Kritik. Bemängelt wurde, dass es teilweise zu wenig Parkplätze gibt und die Rundwege hier und dort zu lang sind. Und: Konflikte mit anderen Nutzern wie Bikern oder Reitern scheinen an der Tagesordnung zu sein. Der eine oder andere vermisst ein engmaschigeres Netz der gastronomischen Versorgung. Bei den interviewten Gastronomen gab es ebenfalls überwiegend strahlende Gesichter. Durch die Tatsache, dass die Premiumwege so gut angenommen werden, erhöht sich das Besucheraufkommen in den Gasthöfen – so der Tenor. Anscheinend reißen sich die Wanderer um die Broschüren und Flyer des Naturparks: Viele Gastronomen möchten umfangreicher und häufiger mit Info-Material versorgt werden. „Auch ein Newsletter wurde angeregt“, so Puschmann.

Unter dem Strich: viel Licht, wenig Schatten. „Wir werden so weitermachen und gezielt an einigen Stellen die Stellschrauben anziehen“, so Puschmann weiter. Mit etwas Sorge beobachtet der Naturpark das Recherche-Ergebnis, dass es auf den Wanderwegen nicht immer friedlich zugeht: „Hier müssen wir überlegen, wie wir gegensteuern können.“ Dank galt den Rhein-Waal-Studenten. Für sie hat das Projekt abgesehen vom wissenschaftlichen Wert einen weiteren großen Vorteil: Sie kennen jetzt die schönsten Wanderwege des Niederrheins wie ihre Westentasche.

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