Premiere der Open Stage: Nachwuchskünstler begeistern

Von: hewi
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Gut besucht war der Talentwettbewerb „Open Stage“ in der Erkelenzer Leonhardskapelle. Zu den Highlights des Abend zählte die Einlage der 18 Jahre alten Juliane Berger aus Wegberg. Sie überzeugte das Publikum mit ihrem Gesangsvortrag. Foto: Günter Passage

Erkelenz. Die Premiere von „Open Stage“ in der Leonhardskapelle machte Lust auf mehr. Rund 60 Zuschauer waren gekommen, um zu sehen, welche Talente sich auf die Bühne und vor die kritischen Augen und Ohren des Publikums wagten.

Dabei ging es jedoch sehr zivilisiert zu, worauf Moderator Frank Rimbach und sein musikalischer Leiter und „Mädchen für alles“, Norbert Krüger, besonderen Wert legten.

Deshalb wurden zu Beginn des Abends fünf Zuschauer bestimmt, die mittels Karten und im Namen aller ihr Votum abgeben sollten, sobald der gnadenlose Gong Krügers das Ende der Vorführung besiegelte.

Genau zehn Minuten hatte jeder, um sein Können unter Beweis zu stellen. Zur Premiere waren Vorleser, Tänzerinnen und Musiker verschiedener Stilrichtungen angetreten.

Spontaner Einsatz

Womit kaum jemand gerechnet hatte: Die Zuschauer nahmen das Angebot Rimbachs wahr und meldeten sich spontan, um ihrerseits in fünf Minuten ihr Talent unter Beweis zu stellen. Damit hatten die beiden Organisatoren nicht gerechnet. Das Interesse war nach den ersten Aufrufen über die Zeitung und bei Facebook jedoch durchaus groß. „Auch für die beiden folgenden Open-Stage-Abende haben wir schon genügend Interessenten“, erklärte Rimbach am Rande der Veranstaltung. Trotzdem seien Leute, die von sich und ihrem Talent überzeugt sind, weiterhin aufgerufen, sich zu melden. „Schließlich winkt dem Sieger ein einmaliges goldenes Sieger-Shirt“, betonte er.

Zur Eröffnung gab es jedoch erst einmal eine Vorführung der Tanz- und Majorettengarde Blau-Weiß mit „Zweihand-Schwingdings“ (O-Ton Rimbach). Im Laufe des Abends nahmen dann drei Mitglieder der Garde mit ihrem Auftritt am Wettbewerb teil.

Der erste Kandidat des Abends war der Erkelenzer Thomas Theuerzeit, der sich selbst als Barden bezeichnet. Er präsentierte zwei Balladen über eine Hungersnot in Irland und die Teilnahme australischer Soldaten am ersten Weltkrieg. Gerade das zweite Lied war bei aller Poesie der Worte auch zugleich Anklage und Friedensappell. Zwölf von 15 möglichen Punkten war das dem Publikum wert.

Es folgte die „Düsseldorfer Vorleserin“ Kerstin Pferdemenges mit einer kurzen Geschichte über eine seltsame Arzt-Patientinnen-Beziehung. Zehn Punkte.

Nach der Pause schlug die große Stunde für den 16-jährigen Merlin Kraps aus Jülich.

Er war eigentlich im Gefolge von „Herrn Miesepeter“ gekommen und hatte sich spontan entschlossen, eine eigene Popkomposition vorzustellen, die noch nicht ganz fertig war. „Aber ich denke, es sollte gefallen“, erklärte er selbstbewusst. Es gefiel. Und das so gut, dass Rimbach eine Einladung für den 15. November zur dritten Open Stage aussprach. Die beiden Musiker, mit denen er eigentlich da war, ließen es als „Herr Miesepeter“ krachen und erreichten den zweiten Platz in der Publikumsgunst.

Platz eins ging klar an Julia Berger aus Wegberg, die mit ihrer Eigenkomposition, der Songwriter-Ballade „Falling“, die höchste Punktzahl abräumte. Und das, nachdem sie zusammen mit ihren Freundinnen Jacky Vogels, Lilly Wirtz und Ella Königs, die sich spontan in der Pause gemeldet hatten, und dem Stück „Radioactive“ für Gänsehaut und Hörgenuss gesorgt hatte.

Am Ende waren alle zufrieden mit der Premiere. Julia Berger ist die erste, die schon für das Open-Stage der Gewinner vorgemerkt ist. Denn neben dem schicken güldenen T-Shirt kann jeder Gewinner an der Jahresausscheidung teilnehmen. Dafür muss jedoch erst einmal jeden Monat einer gewinnen.

Die „Miesepeter“ freuten sich am Sonntag auf ihrer Facebook-Seite über den zweiten Platz, gratulierten Juliane Berger für den ersten Platz und dankten Rimbach und Krüger für „die Brötchen und das Astra hinter den Brettern. Ihr habt Geschmack!“

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