Kreis Heinsberg - Positives und Negatives im Etat: Verschuldung senken, Ausgaben erhöhen

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Positives und Negatives im Etat: Verschuldung senken, Ausgaben erhöhen

Von: disch
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Der Herr der Zahlen: Kämmerer Ludwig Schöpgens präsentiert den Kreis-Haushalt 2014. Foto: defi

Kreis Heinsberg. Einige positive und auch einige negative Entwicklungen skizzierte Kämmerer Ludwig Schöpgens bei der Haushaltseinbringung im Kreistag. Positiv: Bei den Personal- und Versorgungsaufwendungen einschließlich Rückstellungen ergibt sich eine Haushaltsentlastung von rund 1,4 Millionen Euro. Dabei sollte es nicht bleiben.

Negativ: Im sozialen Bereich ist bei den Aufwendungen ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Trotz der Bundeserstattung für Geld­leistungen bei der Grundsicherung von 100 Prozent ab 2014, die zu einer Entlastung von knapp drei Millionen Euro im Kreis-Haushalt führt, ergibt sich im sozialen Bereich insgesamt ein gegenüber den Ansätzen des Vorjahres um rund 2,8 Millionen Euro erhöhter Zuschussbedarf.

Positiv: Die Gewinnausschüttung durch die Kreiswerke Heinsberg wird 2014 für den Kreis mit rund 2,7 Millionen Euro in der Größenordnung des Jahres 2013 erwartet. Ebenfalls rund 2,7 Millionen Euro fließen von den Kreiswerken unmittelbar in die kommunalen Haushalte. Der vom Kreis auszugleichende Verkehrsverlust wird bei knapp 4,6 Millionen Euro erwartet. Erneut werden also - kreisweit gesehen - die Gewinne der KWH mit rund 5,4 Millionen Euro über dem zu finanzierenden Verkehrsverlust liegen, und zwar rund 800.000 Euro. Wie im Vorjahr enthält der Haushaltsentwurf mit einer Million Euro netto auch wieder einen Ansatz für die Gewinnausschüttung des Kreiswasserwerkes. Und zur Entlastung des Kreis-Haushaltes 2014 trägt auch die mit 673.000 Euro netto vorgesehene Ausschüttung der Kreissparkasse bei.

Positiv: Zwar sind als Gesamt­betrag der Kredite, deren Aufnahme im Haushaltsjahr 2014 für Investitionen erforderlich sein könnte, in der Haushaltssatzung knapp 5,5 Millionen Euro festgesetzt. „Wir hoffen aber, dass wir in der Haushaltsabwicklung - wie in den Vorjahren - letztlich auf die Ausführung der Kreditaufnahme verzichten, die Verschuldung des Kreises also senken können“, so Schöpgens.

Negativ: Der Umlagebedarf für das Kreisjugendamt steigt gegenüber dem Ansatz für 2013 um etwa 1,1 Millionen auf 20,7 Millionen Euro. Der Mehrbedarf im Kreishaushalt ist laut Kämmerer auf den erhöhten Aufwand für die Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen oder in Tagespflege zurückzuführen.

Positiv: Die Umlage für das Kreisgymnasium, die von den Städten und Gemeinden erhoben wird, aus denen Schüler das Gymnasium besuchen, sinkt von insgesamt 1,050 Millionen auf 670.000 Euro. Allerdings liegt dies auch daran, dass der Ansatz 2013 durch eine Dachsanierung belastet war.

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