Polizei will Radfahrer dazu bringen, Regeln einzuhalten

Von: ger
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Diese Radfahrerin hat alles richtig gemacht. Trotzdem nutzen die Polizistinnen Jessica Jopen (r.) und Denise Van Rooij die Gelegenheit, über richtiges Verhalten im Straßenverkehr aufzuklären. Foto: Daniel Gerhards

Heinsberg. Beamte der Heinsberger Polizei haben am Mittwoch in Uniform und Zivil Fahrradfahrer in der Heinsberger Innenstadt kontrolliert. Hintergrund der Aktion war, dass es im Kreis Heinsberg zuletzt einen Anstieg von Unfällen mit Fahrradfahrern gab. Laut polizeilicher Unfallstatistik waren im Jahr 2015 kreisweit 212 Fahrradfahrer in Unfälle verwickelt, 2016 waren es 232. Das entspricht einem Anstieg von 9,4 Prozent.

Am Mittwoch ging es der Polizei darum, Fahrradfahrer dafür zu sensibilisieren, die Verkehrsregeln einzuhalten. „Wir erhoffen uns davon, dass es weniger Verkehrsunfälle mit Fahrradfahrern gibt, wenn die Verkehrsregeln eingehalten werden“, sagte Angela Jansen, Pressesprecherin der Heinsberger Polizei. „Fahrradfahrer haben keine Knautschzone, schon kleine Unfälle können zu schweren Verletzungen führen.

Für diese schwächeren Verkehrsteilnehmer ist es daher besonders wichtig, sich an die Verkehrsregeln zu halten, damit andere sie rechtzeitig wahrnehmen und nicht übersehen“, sagte Jansen.

An der Ecke Linderner Straße und Erzbischof-Philipp-Straße wiesen die Polizisten die Radfahrer zum Beispiel darauf hin, nur den Radweg, der für sie rechts der Fahrbahn verläuft, zu benutzen. Das senke das Risiko, von Autofahrern, die abbiegen wollen, übersehen zu werden, sagte Wolfgang Winzer, der den Polizeieinsatz leitete. „Ich denke, dass es sinnvoll ist, dass die Radfahrer mit dem fließenden Verkehr fahren“, sagte Winzer.

Bei den Gesprächen mit den Fahrradfahrern ging es den Polizisten auch um eine relativ neue Regel. Ein Bundesgesetz fordert, dass Fahrradfahrer öfter auf der Straße und seltener auf dem Radweg fahren sollen. Das soll sicherer sein, weil Radfahrer dann von Autofahrern, die abbiegen wollen, nicht so schnell übersehen werden.

Das Gesetz hat auch zur Folge, dass die blauen Radwegschilder, die die Fahrradfahrer verpflichten auf dem Radweg zu fahren, verschwinden sollen. Jansen sagte, dass außerorts, zum Beispiel entlang von Schnellstraßen, aber auch linksseitig liegende Radwege weiterhin benutzt werden sollten.

Vor allem um die Mittagszeit, kurz nach Unterrichtsschluss am nahe gelegenen Kreisgymnasium, mussten die Polizisten viele Gespräche mit Schülern führen, die das ein oder andere falsch gemacht haben. „Wir wollen hauptsächlich aufklären und den Radfahrern sagen, wie es richtig geht“, sagte Winzer. Schwere Verstöße, wie das Telefonieren auf dem Fahrrad oder das Fahren mit Kopfhörern, ahndeten die Beamten aber rigoros. Weitere Kontrollen dieser Art sollen nach Angaben der Polizei demnächst folgen.

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