Politiker halten Wort und arbeiten bei der Tafel mit

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Politiker im Einsatz bei der Heinsberger Tafel: Norbert Spinrath, Walter-Leo Schreinemacher und Wilfried Oellers (v. l. n. r.) beim Schleppen der Lebensmittel. Foto: Bindels

Heinsberg. Versprochen und gehalten. Die beiden Bundestags­abgeordneten Wilfried Oellers (CDU) und Norbert Spinrath (SPD) sowie der Kreistagsfraktionsvorsitzende Walter Leo Schreinemacher von den Freien Wählern lösten ein Versprechen ein, das sie beim Sommerfest der Heinsberger Tafel der Einrichtung gegeben hatten: nämlich einen Tag lang aktiv als Helfer beim Einsammeln, Einordnen und Verteilen der Lebensmittel für Bedürftige mitzuarbeiten.

Das freute insbesondere die ehrenamtlichen Helfer um den Vorsitzenden Pfarrer Sebastian Walde und den Geschäftsführer Heinz-Werner Küpper.

Pünktlich zum Beginn des Arbeitstages um 8 Uhr standen Oellers, Spinrath und Schreinemacher bereit. Sie wurden von den Mitarbeitern des Vereins in den Arbeitsablauf eingeführt. Im vorbereitenden Gespräch erfuhren die Politiker, dass die Lebensmittel bei den Discountern und Supermärkten sowie Bäckereien eingesammelt werden. Dreimal an diesem Morgen wurden mit dem Transporter die Sammelstellen im Kreisgebiet angefahren. Am zentralen Standort der Heinsberger Tafel in der Kreisstadt wurden die Lebensmittel geprüft, sortiert und zur Abholung aufgebaut.

Arbeitsteilig waren die Politiker in den Arbeitsprozess eingebunden. Norbert Spinrath half bei den Touren zu den Sammelstellen und begleitete den Fahrer ­Markus Becker. Wilfried Oellers und Walter Leo Schreinemacher schleppten Körbe, prüften die Qualität der Lebensmittel und sortierten diese in die Auslagen ein. „Zehn bis 15 ehrenamtliche Helfer stehen als Fahrer, Auswerter, Austeiler und Ansprechpartner jeweils von 8 bis 15 Uhr zur Verfügung“, erläuterte Heinz-Werner Küpper den Bedarf an Mitarbeitern. Jeweils zwischen 70 und 80 Hilfsbedürftige würden an jedem Ausgabetag betreut werden.

Mehr als 300 Bedürftige seien bei der Heinsberger Tafel registriert. Mit einer Berechtigungskarte würden sie ihre Hilfsbedürftigkeit belegen. „Immer mehr Flüchtlinge erweitern den Kreis der Hilfsbedürftigen“, sagte der Vorsitzende Sebastian Walde als Hinweis auf den wachsenden Bedarf. Ein Euro mussten die Bedürftigen zahlen und die Berechtigungskarte vorlegen. Die Ehrenamtler stellten dann die Pakete zusammen.

Im Resümee der Politiker auf die Frage, wie sie den Tag erlebt hätten, äußerte Oellers, dass er das ­Engagement der Helfer als beeindruckend empfunden habe. Auch die Menge der qualitativ wertigen Waren sei erfreulich, und die Verwertungsmöglichkeiten guter Lebensmittel auf diese Weise seien zu begrüßen. Der guten Organisation der Heinsberger Tafel brachte er große Wertschätzung entgegen.

Spinrath betonte, durch die Mitarbeit Einblicke in die Arbeit gewonnen zu haben. Er war erfreut über die Unterstützung durch den Lebensmittelhandel. Sein Vorschlag mitzuarbeiten, sei richtig gewesen. Er wolle alle Mitarbeiter aller Tafeln im Kreis Heinsberg einladen, um seinen Dank für dieses Engagement zum Ausdruck zu bringen. Schreinemacher sah als Gründungsmitglied der Heinsberger Tafel diese Institution in Heinsberg angekommen und akzeptiert. Die Einrichtung gehöre zum Sozialnetz dazu und entlaste auch die Stadt. Er wünschte sich von weiteren Kreistagsmitglieder und Stadtverordneten, dass auch diese einen Tag Mitarbeit zusagen würden.

Mitglieder willkommen

Pfarrer Walde äußerte den Wunsch, dass die Mitgliederzahl weiter anwachsen möge, um alle Aufgaben auch zukünftig erfüllen zu können. Der Mindestbeitrag betrage zwölf Euro pro Jahr. Von den mithelfenden Politiker wünschte er sich weitere Unterstützung über den Tag hinaus, welche diese ihm zusicherten. Es werde eine Fortsetzung der Hilfe geben, ließen sie wissen. Über die Form werde noch gemeinsam beraten.

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