Pilger suchen am Birgelener Pützchen Nähe zu Gott

Von: mb
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Wassenberg-Birgelen. „Kinder Mariens eilet zur Mutter der Gnaden“, so lautet die Inschrift am Birgelener Pützchen. Anlässlich der Frauenwallfahrt waren sie in Scharen herbeigeeilt, die Kinder Mariens. Unter mehrere Hundert Frauen hatten sich auch einige Männer gemischt – und sie alle trotzten dem Regen. Aus der ganzen Region Heinsberg waren sie angereist, mit Auto, Bus, Fahrrad und zu Fuß.

Eine Wallfahrt ist immer mit dem Wunsch verbunden, auf dem Weg und am Ziel in besonderer Weise die Nähe Gottes zu erfahren. Im Jahr der Heiligtumsfahrten in Aachen, Mönchengladbach und Kornelimünster stand die Wallfahrt unter dem Motto: „Mit Maria Heiliges aufspüren“. In einem liebevoll vorbereiteten Wortgottesdienst wurde Maria mitten im Leben vorgestellt. Das Mädchen aus Nazareth, jung und lebendig, das mit anderen Mädchen am Brunnen gelacht, Träume und Wünsche gehabt hat. Gott selbst hat plötzlich angeklopft und Maria hat sich auf ihn eingelassen. Ein heiliger Moment in ihrem Leben – und alles hat sich geändert.

Den Besuch Marias bei Elisabeth beschrieb die Lesung, die Predigt hielt Regionaldekan Gottfried M. Graaff, der feststellte: „Mitten im Alltag geschieht das Heilige.“ Er bat um „Schutz der heiligen Momente, die uns mit Gott und untereinander verbinden.“ Eine bunte Ansichtskarte mit der Szene der Begegnung zwischen Maria und Elisabeth lud die Pilgerinnen ein, darüber nachzudenken, was ihnen persönlich heilig sei. Mögliche Antworten wurden in den Fürbitten zusammengefasst: die Familie, die Gesundheit, das Schöne in der Natur, die Gemeinschaft mit Freunden – und wie könnte es anders sein – auch die Frauenwallfahrt zum Birgelener Pützchen.

Die Frauenwallfahrt hat eine lange Tradition, viele Teilnehmerinnen waren zum wiederholten Male dabei. Das Pützchen ist eine uralte Gebets- und Marienwallfahrtsstätte im Wald zwischen der Wassenberger Oberstadt und Birgelen. Den Überlieferungen nach soll der heilige Lambertus im 7. Jahrhundert an einer heute noch vorhandenen Quelle getauft haben.

Eine erste Pilgerfahrt ist 1718 belegt, ein erstes steinernes Bethäuschen wurde 1795 errichtet. Um 1850 wurde der Brunnen (Pütz) eingefasst und eine Kapelle darüber gebaut, die 1933 erweitert wurde. Das Wasser des Birgelener Pützchens gilt als heilbringend und soll durch seinen Siliziumdioxid-Gehalt besonders Augenleiden lindern.

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