Pianistin Hsi Yun Wu begeistert die Zuhörer

Von: mb
Letzte Aktualisierung:
12689966.jpg
Ausnahmepianistin in Beeck: Hsi Yun Wu verzauberte die Zuhörer beim Konzert, zu dem Opus 512 eingeladen hatte. Foto: Monika Baltes

Wegberg-Beeck. „Mein lieber Mann!“, entfuhr es der Zuhörerin beim 5. Meisterkurs-Konzert im Musiksaal des Vincentiushauses in Wegberg-Beeck. All ihre aufrichtige Bewunderung für die Leistung der jungen Künstlerin lag in diesem kurzen Satz. Wie ihr ging es wohl allen Zuhörern.

Am Konzertflügel hatte Hsi Yun Wu Platz genommen, ein „taiwanesisches Wunderkind“, wie Kulturmanager Florian Koltun erklärt hatte. Die frischgebackene 15-jährige Preisträgerin des Geilenkirchener Klaviersommers begeisterte das Publikum restlos.

Erste Ovationen gab es bereits vor der Pause, so sehr waren die Zuhörer von der Souveränität und Brillanz der Vorträge hingerissen, staunten über Technik, Fingerfertigkeit und die gestalterische Reife der Künstlerin.

Anspruchsvolle Aufgaben scheute Hsi Yun Wu dabei nicht, spannte einen Bogen vom Barock bis in die Neuzeit. Vom Präludium und Fuge BWV 847 von Johann Sebastian Bach über Frederic Chopin, Sergej Prokofiev, Ludwig van Beethoven, Maurice Ravel bis zu drei Sätzen aus Petruschka von Igor Stravinsky bot sie eine überzeugende Leistung.

Hsi Yun Wu spielt Klavier, seit sie vier Jahre alt ist, und studierte bei Meijing Wu an der Musikhochschule in Peking. Seit 2015 setzt sie ihr Studium an der renommierten Juilliard School in New York fort.

Sie konzertierte schon während ihres Studiums in führenden Konzerthäusern Chinas (Zjengzhou, Hongkong, Yuman, Shenzhen und Peking) und als Solistin mit Orchestern in China und Japan.

Hsi Yun Wu war Teilnehmerin am Meisterkurs der in Aachen lebenden Pianistin Xin Wang. „Insgesamt ungefähr vier Wochen wird ihr Aufenthalt in Deutschland dauern“, erläuterte Florian Koltun. Und auch wenn das Klavierspiel ja eher ins Zimmer zwinge, habe sie trotzdem ein wenig von Deutschland gesehen.

Mannheim habe auf dem Programm gestanden, Lindau und der Bodensee. Abgesehen davon, dass sie eine Ausnahmemusikerin sei, sei sie doch ein ganz normaler Teenager, der neben der Musik auch eine Schulausbildung mache. „Denn auch Wunderkinder brauchen einen Schulabschluss“, stellte er fest.

Im Rahmen einer deutsch-chinesischen Zusammenarbeit kommen seit 2012 junge Pianisten nach Deutschland, um in einem Meisterkurs die europäische, besonders aber die deutsche Didaktik in der musikalischen Ausbildung zu erlernen.

Zum Abschluss des Meisterkurses bietet der Wegberger Kulturförderkreis Opus 512 den jungen Musikern eine Konzertplattform im Rahmen eines öffentlichen Konzertes.

„Sie werden nicht bereuen, heute Abend hergekommen zu sein“, hatte der Vorsitzende von Opus 512, Günter Scheulen, die etwa 80 Zuhörer im Vincentiushaus begrüßt. Und hatte nicht zu viel versprochen. Das Publikum bewies mit nicht enden wollendem Applaus seine ehrliche Anerkennung für die Ausnahmepianistin.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert