Heinsberg - Philipp Mißfelder: Der Kandidat hat sich etwas auf die Fahne geschrieben

Philipp Mißfelder: Der Kandidat hat sich etwas auf die Fahne geschrieben

Von: anna
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Arndt Frauenrath (l.), sein Sohn Gereon (r.), Philipp Mißfelder (2.v.l.) und CDU-Bundestagskandidat Wilfried Oellers (2.v.r.). Foto: anna

Heinsberg. Am Freitag kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel in seinen Wahlkreis Recklinghausen, Castrop-Rauxel und Waltrop. Am Mittwoch kam Philipp Mißfelder, außenpolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, nach Heinsberg, um hier Wilfried Oellers zu unterstützen. Gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten für den Nordkreis, Dr. Gerd Hachen, und dem Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Norbert Reyans, besuchten beide die Unternehmensgruppe Frauenrath an der Heinsberger Industriestraße.

Eigentlich geplant war eine Besichtigung der Recyclinganlage. Dazu kam es allerdings nicht, da Mißfelder mit fast einer halben Stunde Verspätung in Heinsberg eintraf. Die Schuld gab er den vielen Baustellen in Düsseldorf – wobei man dann gleich beim Thema war. „Irgendwo steht da auch ein Frauenrath-Schild“, scherzte Geschäftsführer Gereon Frauenrath.

Besonderes Interesse weckte bei Mißfelder das Engagement der Heinsberger Unternehmensgruppe im Bereich öffentlich-privater Partnerschaften (ÖPP), oft auch als Public Private Partnership (PPP) bezeichnet. Dabei werden Bauprojekte der öffentlichen Hand nicht nur schlüsselfertig realisiert, sondern anschließend vom ausführenden Unternehmen auch weiter betrieben. 200 solcher Projekte im Hochbau gebe es derzeit in Deutschland, 15 davon seien von Frauenrath realisiert worden, berichtete Gereon Frauenrath und nannte Kindergärten oder Feuerwachen als Beispiele.

Als aktuelles Projekt stellte er Mißfelder ein Bauwerk in Neuss vor, dass zugleich Bildungszentrum, Musikschule und VHS-Forum ist. Dass dabei öffentliche Aufgaben privatisiert würden, sei falsch, so Frauenrath weiter. ÖPP sei eine Beschaffungsvariante von vielen, mehr nicht. „Das ist eine vollkommen fehlgeleitete Diskussion!“ Ihn verwundere schon, dass ÖPP viel zu wenig genutzt werde.

Auch an den Aktivitäten der Frauenrath-Gruppe in den Niederlanden war Mißfelder interessiert. Sieben Jahre sei man dort aktiv gewesen, habe eine Firma übernommen, berichtete Frauenrath. Das sei allerdings „eine Katastrophe“ gewesen, denn in den Niederlanden sei die Konjunktur im Straßen- und im Hochbau noch weiter eingebrochen als in Deutschland.

Als Lehrer war Hachen an der Ausbildungsquote interessiert, die Frauenrath mit zehn Prozent bezifferte, bei derzeit rund 450 Mitarbeitern. Sein Vater Arndt, der beim Besuchstermin ebenfalls dabei, forderte Mißfelder auf, die Forderung mit nach Berlin zu nehmen, dass Kommunen wieder besser ausgestattet würden, um notwendige Bauprojekte in Angriff nehmen zu können. Der Bund dürfe den Kommunen vor allem keine zusätzlichen Aufgaben übertragen, ohne ihnen dafür einen finanziellen Ausgleich zukommen zu lassen. Das habe er sich auf die Fahne geschrieben, sagte Oellers.

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