Pfarrkirche wird zur Grabeskirche, Kolumbarium wird zurückgestellt

Von: kalauz
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Hückelhoven. Die ehemalige Pfarrkirche St. Bonifatius in Schaufenberg wird noch in diesem Jahr zu einer Grabeskirche umgestaltet. Die kirchenaufsichtlichen und finanziellen Voraussetzungen dafür sind gegeben.

Auch deshalb will die Stadt selbst mit der Errichtung eines Kolumbariums in der Trauerhalle auf dem Friedhof in Baal mit den dafür erforderlichen Umbauten, wie es die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag vorgeschlagen hatte, noch abwarten. „Wir wollen das Thema jetzt noch nicht aufgreifen, auch weil wir keine Konkurrenzsituation schaffen wollen“, sagte der Erste Beigeordnete Helmut Holländer in der Sitzung des Hauptausschusses.

Ulrich Horst begründete den Antrag seiner Fraktion damit, dass „die reine Trauerhalle auf dem Friedhof Baal völlig überdimensioniert“ sei und „so gut wie gar nicht mehr in dieser Funktion gebraucht“ werde und deshalb „unnötige Kosten“ verursache.

Das Generalvikariat in Aachen habe der Stadt Anfang des Monats mündlich mitgeteilt, „dass die bischöfliche Genehmigung für die Umgestaltung der Pfarrkirche St. Bonifatius Schaufenberg in eine Grabeskirche kurzfristig erteilt wird“, sagte Holländer. Und: Es soll die einzige Grabeskirche im Kreis Heinsberg sein, die vom Bistum betrieben wird. Deshalb wolle man abwarten, inwieweit sich die Nachfrage nach alternativen Bestattungsformen im Stadtgebiet Hückelhoven weiter verändert.

Friedhofssatzung diskutieren

Bürgermeister Bernd Jansen wies darauf hin, „dass die Grab- und Beerdigungsformen allgemein im Umbruch sind“. Er verwies dabei auf die zunehmende Zahl von Wiesengräbern und auch auf die Einrichtung von Grabfeldern für Menschen muslimischen Glaubens. Deshalb werde man wohl in absehbarer Zeit nicht umhin kommen, „die Friedhofssatzung unter diesen veränderten Voraussetzungen völlig neu zu diskutieren“.

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