Waldfeucht-Haaren - Pfarrkirche St. Johannes erhält drei neue Glocken

Pfarrkirche St. Johannes erhält drei neue Glocken

Von: Anna Petra Thomas
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In Millimeterarbeit wurden die Glocken mit Hilfe eines Flaschenzugs langsam in den Turm hineingezogen. Foto: Anna Petra Thomas
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Ein Lkw-Kran beförderte die Glocken gen Himmel. Foto: Anna Petra Thomas

Waldfeucht-Haaren. Etwas mehr als zwei Tonnen bringen sie auf die Waage, die drei neuen Glocken, die der Förderverein der katholischen Kirchengemeinde in Haaren der Pfarrkirche St. Johannes „spendiert“ hat. Mit einem großen Lkw-Kran wurden sie jetzt eine nach der anderen von außen hinauf gleich oben in den Turm gehievt.

„Die alten Stahlglocken waren klanglich nicht mehr in Ordnung“, erzählt Hubert Wallrafen, der als Statiker für das Bistum arbeitet und Mitglied des Fördervereins ist. Dies sei auch durch einen Glockensachverständigen bestätigt worden. Über den Kontakt zu ihm erfuhren die Haarener dann vom Abriss der Kirche St. Martin in Duisburg-Neumühl. „Hier gab es drei Bronzeglocken, die in Durchmesser und Gewicht genau passten. Ein Glücksfall“, so Wallrafen.

10.500 Euro zahlte der 100 Mitglieder zählende Verein für die Glocken, die auch weiterhin sein Besitz bleiben. Um sie jetzt im Glockenturm aufhängen zu können, wurden über zwei Jahre, in denen die Glocken in der Kirche ausgestellt waren, weitere 20.000 Euro gesammelt. Bevor sich die drei neuen Glocken nun jedoch ein Stück auf den Weg Richtung Himmel machen konnten, musste erst Platz im Turm geschaffen werden. Die beiden größeren Stahlglocken wurden zunächst ein Geschoss tiefer „eingelagert“. Sobald weitere Finanzmittel zur Verfügung stehen, sollen sie in einem Holzstuhl wieder aufgehängt und zum sogenannten Beiern genutzt, das heißt, per Hand angeschlagen werden. Die kleine Glocke blieb oben im Glockenturm, wurde jedoch in die zweite Ebene verlagert.

Mit Hilfe eines Krans wurden die drei Bronzeglocken dann jede bis vor die Turmöffnung gehoben und von zwei Spezialisten in Millimeterarbeit mittels eines Flaschenzugs in den Turm hineingezogen. Die große, mehr als eine Tonne schwere Christusglocke und die mittlere, die Marienglocke, erhalten Anschlaghämmer für den Stundenschlag und das Angelusläuten. Die kleine Martinsglocke wird oben im Stuhl ihren Platz finden. Technisch sei es kein Problem, auch die alten Glocken im Stuhl zu belassen, erklärt Wallrafen das Ergebnis der Untersuchungen durch die Denkmalbehörde. Ob es jedoch möglich sein wird, die kleine Stahlglocke zusammen mit den drei Bronzeglocken zu läuten, müsse schwingungstechnisch noch geprüft werden.

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