Pfarrkirche: Benefizkonzert als „Saatgut für Bildung“

Von: Johannes Bindels
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Auch der Quartettverein Myhl unter der Leitung von Mitinitiator Hermann J. Kitschen wartete mit einem beeindruckenden Programm beim Benefizkonzert in der Kirche in Myhl auf. Foto: Johannes Bindels
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Pater Gerald Tanye bedankt sich für die Unterstützung durch die Initiatoren des Benefizkonzertes in der Kirche in Myhl.

Wassenberg-Myhl. Mit einem Benefizkonzert in der Kirche St. Johannes Baptist unterstützten Myhler Vereine den ehemals in Wassenberg tätigen Pater Dr. Gerald Tanye und seine Schulgeld- und Kindergarten-Projekte im Nordwesten Ghanas. Es traten auf der Quartettverein Myhl, die Mandolinenspielschar Myhl, der Kirchenchor Caecilia Myhl und der Organist Jürgen Hausmann.

Gemeinsam initiiert hatten das Konzert die Pfarrei St. Marien, der Kultur-Förderverein und die Stadt Wassenberg.

Mit dem Beifall der Gemeinde bei seiner Begrüßung erhielt Pater Dr. Tanye die Bestätigung seiner Verbundenheit mit den Menschen in Myhl. „Wenn Sie spielen, dann tanzt meine Seele“, brachte er seine Freude über die Unterstützung zum Ausdruck. Mit den Beiträgen „Lichterfelder Zupfmusik“ in der Komposition von Theo Cornelissen und weiteren Beiträgen wie „Earth Song“ von Michel Jackson begann die Mandolinenspielschar Myhl unter Leitung von Martin Wallraven das Konzert.

Der Kirchenchor Caecilia Myhl setzte mit einem Mix aus modernen Weisen und geistlicher Chormusik aus dem 19. Jahrhundert das Konzert fort. Unter Leitung von Barbara Krappen erklangen überzeugende Darbietungen mit den Beiträgen „Herr segne mich“ und der Popballade „Liebe ist unendlich“, jeweils komponiert von Manfred Bühler, sowie das „Lauda Sion“ mit dem Text von Thomas von Aquin und der Musik von Pater Peter Singer. Mit „Glaube, Liebe, Träume“ erfolgte ein Lied mit der Bitte um Frieden, hatte Chorleiterin Barbara Krappen den letzten Beitrag des Kirchenchors angekündigt.

Mit eindringlicher Orgelmusik, die meditative Momente und Nachdenklichkeit ermöglichte, füllte Jürgen Hausmann den Kirchenraum. Zuvor hatte er den Kirchenchor an der Orgel musikalisch begleitet und tat dies auch in einfühlsamer Weise beim Solovortrag des Kirchenchorsängers Heinz Dahmen und einem „Largo“ von Georg Friedrich Händel.

Mit der ganzen Bandbreite seines Könnens präsentierte der Quartettverein Myhl unter Leitung von Hermann J. Kitschen zum Beginn seines Konzertteils das „L´Angélus“ in dem Arrangement von Bernhard Weber. Mit kurzen Einführungen in die weiteren Beiträge erhielt das Publikum erklärende Hinweise. Mit dem zweiten Beitrag „Quadosch“, dem hebräischen Sanctus nach dem Arrangement von Hans-Josef Lövenich, waren dann ganz andere Klänge zu hören.

Abgerundet wurde das Thema mit dem Beitrag „Tibié paim“, einem slavisch-orthodoxen Lobgesang des Komponisten Dimitri Bortniansky. Es folgten die überzeugenden Darbietungen „Caro mio ben“ (An den Frieden!) in der Komposition von Tommaso Giordani, das dalmatinische Liebeslied „Plovi, Plovi“ und das „Abendlied“ von Hoffmann von Fallersleben in der Komposition nach Carl Ferdinand Adam. Mit dem Spiritual „Rock my Soul“ (Peter Brettner) sprang der Funke wie selbstverständlich auf das Publikum über. Erwartungsgemäß kamen die Zuhörer beim Konzertabend zu großem musikalischen Genuss.

Pater Dr. Gerald Tanye und Birgit Scharpei vom Vorstand der Steyler Bank-Stiftung, welche die Gelder für die Hilfsprojekte verwaltet, berichteten im Anschluss an das Konzert über die Projekte, die Pater Tanye als „Saatgut für Bildung gegen Armut und Not“ bezeichnete.

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