Heinsberg - Perfekte Mischung aus Rede, Klamauk und Musik

Perfekte Mischung aus Rede, Klamauk und Musik

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
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Sorgten für Begeisterungsstürme: Präsident Richard Deußen, das Kinderprinzenpaar Nico Philippen und Emily Heinrichs sowie das Prinzenpaar Stefan I. und Tania (Jüttner) mit seinen Adjutanten Hartmut und Sylvia Thomanek.
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Ausgezeichnet: Hans-Peter Seegers mit dem FJF-Orden.

Heinsberg. Auf dem Stuhl hielt es niemanden in der gut gefüllten Narrhalla des Heinsberger Karnevalsvereins (HKV), und das schon kurz nach Beginn der Proklamationssitzung nicht mehr. Auch in diesem Jahr gelang es Sitzungspräsident Kalle Mohnen, einem von Anfang bis Ende und darüber hinaus begeisterten Publikum eine optimal abgestimmte Mischung von Rede, Klamauk und Musik zu bieten.

Der Auftakt auf der Bühne war dabei natürlich nach dem Einmarsch aller Aktiven des Vereins dem neuen Prinzenpaar der Gesellschaft vorbehalten, das Ehrenpräsident Helmut Münster proklamierte. Und wie die Zuschauer von ihm erfuhren, ist Prinz Stefan I. (Jüttner), der jetzt mit seiner Frau Tania in Heinsberg regiert, im HKV kein unbeschriebenes Blatt.

So tanzte er schon in der Prinzengarde, war Mitglied im Elferrat und gehört jetzt zum Senat. Auch Prinzessin Tania war in Heinsberg schon aktiv, als Mitglied des Spielmannszugs. Und schließlich tanzt auch Tochter Stella beim HKV, was Münster zum Schluss seiner Vorstellung zu dem Reim inspirierte: „Die Familie Jüttner ist karnevalsverrückt, was uns beim HKV beglückt.“ Große Worte verlor der Prinz selbst nicht. Er forderte das Publikum zu einem gemeinsamen Lied auf, was ihm mit viel Enthusiasmus auf der Bühne problemlos gelang.

Diesem frühen Höhepunkt im Programm folgte dann sogleich ein zweiter: Nachdem der HKV unserer Zeitung schon eine Woche zuvor versehentlich verraten hatte, dass Vorsitzender und Gardegeneral Hans-Peter Seegers der sechste Träger des äußerst selten verliehenen Franz-Josef-Florack-Ordens sein würde, war dieser bei der offiziellen Verleihung auf der Bühne nicht minder gerührt.

Münster ließ auch seine Vereins-Vita Revue passieren: seit 38 Jahren im Verein und seit 35 in der Prinzengarde aktiv, seit 24 Jahren deren Gardegeneral, seit 2004 Senator, von 1992 bis 2012 Beisitzer im Vorstand und seit 2012 Vorsitzender der Gesellschaft. Er verlieh ihm den Orden „für seine Treue zur Gesellschaft und für sein erfolgreiches, umsichtiges Wirken“.

Und dann tauchte Heinsberg ab in einen Karneval, wie man ihn ansonsten nur von den großen Bühnen am Rhein kennt. Mac Kalenberg aus Rheinbach als „Kölner Landmetzger“ war da schon viel mehr als ein Eisbrecher.

Als er seinen mitgebrachten Blutwurstring, seine „Flönz“, mit Melodien von den Höhnern und gleich danach von Joe Cocker besang, gab es kein Halten mehr. In Hochstimmung erlebte da schon das Stadtprinzenpaar Elmar I. und Michaela (Dohmen) bei seinem Besuch die Heinsberger Jecken. Da war es für „Tante Luise und Herr Kurt“, die tatsächlich aus Bremen kommen, nicht schwierig, auf der Stimmungswelle mit ihrer wortwitzigen Akrobatik-Show mit zu schwimmen.

Dann kam „Et Rumpelstilzche“ (Fritz Schopps) aus Köln und glänzte auch in Heinsberg mit seiner unnachahmlichen Gabe, die aktuelle politische Diskussion ganz spitz aufs Korn zu nehmen. Letzte Redner im Bunde war „Der Sitzungspräsident“ (Volker Wei-ninger) aus Bonn, der sich gespielt leicht angesäuselt über den Zustand des Karnevals und seines Vereins ausließ.

Tänzerisch präsentierte der HKV stolz seine Eigengewächse, allen voran Tanzmariechen Dana Schmitz. Die Juniorengarde zeigte mit ihrem jungen Gardisten Timo Schmitz schon mit viel Applaus gewürdigte Hebefiguren. Das Aushängeschild des HKV bleibt jedoch die Prinzengarde, die auch mit ihrem neuen, durch waghalsige Akrobatik garnierten und perfekt inszenierten Tanz das Publikum begeisterte.

Musikalisch gut gewürzt wurde die Sitzung von der Band „Dröpkes“ aus Mönchengladbach und mit Bigband-Sound durch „Die Original Eschweiler“ in großer Formation vor dem Finale, das die Band „HatWat“ aus Selfkant-Süsterseel bestritt.

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