Passionskonzert in zerbrechlicher Schönheit

Von: Helmut Wichlatz
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Passionskonzert in St. Lambertus: Ein Werk von Reinhard Keiser wird von den Musikern aufgeführt. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Ein Passionskonzert in der Pfarrkirche St. Lambertus sorgte für Begeisterung beim Publikum. Kantor Sebastian Emanuel Knauer hatte die Markuspassion von Reinhard Keiser (1674 bis 1739) ausgewählt, um die noch junge Tradition der Passionskonzerte am Karfreitag fortzuführen. Aufgeführt wurde Keisers Werk von der Düsseldorfer Philharmonie unter Knauers Leitung.

Acht erfahrene Oratoriensänger waren angetreten, um das Werk in der Bearbeitung von Johann Sebastian Bach erklingen zu lassen. Die Sopranistinnen Susan Kuhlen und Dorothee Wohlgemuth sowie die Alt-Stimmen von Katharina Georg und Mechthild Georg wurden ergänzt von den Tenören Patrick Brandt und Fabian Strotmann sowie den Bass-Stimmen von Manfred Bühl und Wolfgang Georg.

Pastor Werner Rombach hob zu Beginn des Konzertes bei der Begrüßung der Gäste hervor, dass die musikalische Deutung des biblischen Textes als Hinführung auf das Osterfest der Auferstehung zu verstehen sei. Dementsprechend verzichteten die Zuhörer auf den Applaus, der angesichts der musikalischen Leistung der Mitwirkenden durchaus angebracht gewesen wäre.

Ein ausführlich gestaltetes Begleitheft informierte über die Geschichte und den Inhalt der Markuspassion und wies auch darauf hin, dass die Autorenschaft Keisers nicht eindeutig belegt sei. Darüber, so berichtete der Autor Manfred Bühl, gebe es in der Musikwissenschaft bis heute Unstimmigkeit. Der Wirkung der Arien und Choräle auf die beeindruckte Zuhörerschaft tat dieser Umstand keinen Abbruch. Die Sänger präsentierten die Texte in ihrer zerbrechlichen Schönheit oder hoffnungsvollen Erwartung, die ihnen innewohnt.

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