Parktickets gibt es bald per SMS und App

Von: Helmut Wichlatz
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Sie bringen das Handy-Parken an den Start: Marion Mützke und Christiane Englert (links und rechts, Ordnungsamt), Dr. Hans-Heiner Gotzen (2. v.l.) sowie Mark Riedl und Philipp Mandelkow (beide Sunhill Technologies). Foto: Wichlatz

Erkelenz. Am 1. März ist Aschermittwoch, und dann ist ja bekanntlich „alles vorbei“. Für das Parken in der Innenstadt fängt es jedoch am 1. März an, das neue Zeitalter. „Innovativ und flexibel“, nennt es der Erste Beigeordnete Dr. Hans-Heiner Gotzen. Die Rede ist vom sogenannten „Handyparken“.

Gemeint ist damit die Möglichkeit, per Handy einen virtuellen Parkschein bargeldlos zu „ziehen“ und sich so den Weg zum nächsten Parkscheinautomat zu sparen. Dies kann der Parker per SMS oder die Smartphone-App TraviPay tun, die zur kostenlosen Nutzung für iOs und Android heruntergeladen werden kann. Eine Registrierung ist nicht nötig. Die App zeigt automatisch den Standort und die Parkzone des Fahrzeugs an.

Zusätzliche Funktionen sind durchaus sinnvoll. So wird der Parkende kurz vor Ablauf der Parkzeit informiert und kann notfalls nachbuchen, wenn zum Beispiel der Termin länger dauert oder die Schlange im Drogeriemarkt zu lang ist. Ortsunkundige können sich auch durch die Stadt zurück zu ihrem Fahrzeug navigieren lassen.

Elektronische Prüfung

Die Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes können bei ihren Runden vor Ort elektronisch prüfen, ob für das Fahrzeug ein Handyparkschein vorliegt. Ansonsten gibt es ganz klassisch auf dem Papierweg ein Knöllchen. Das Angebot gilt für alle gebührenpflichtigen Parkplätze in der Innenstadt, wie Gotzen bei der Vorstellung im Rathaus betonte. Das Handyparken ist mit zusätzlichen Kosten für den Nutzer verbunden, sonst hätten die Anbieter ja nichts davon. 14 Cent pro Nutzung zuzüglich 14 Prozent des Parkwertes werden jedes Mal fällig. Abgerechnet wird dann über die Mobilfunkrechnung oder SEPA-Lastschrift.

Beschlossen hatte der Rat diesen Schritt Ende letzten Jahres auf Antrag der CDU, FDP und Freien Wähler/UWG. Mit der Umsetzung wurde das aus Erlangen stammende Unternehmen Sunhill Technologies beauftragt, das seinen Service bereits in rund 100 Kommunen anbietet. Darauf weist Vertriebsleiter Mark Riedl hin. In der Region sind unter anderem Aachen, Mönchengladbach und Grevenbroich an Bord, aber auch Metropolen wie Köln und Düsseldorf.

Das Unternehmen entwickelt sogenannte Payment-Services entlang der Verkehrskette. In einigen Kommunen, so betonte Riedl, würden Nutzungsquoten von bis zu 20 Prozent erreicht. Dies spreche dafür, dass das Angebot von den Autofahrern angenommen werde. Begonnen hat Sunhill Technologies als Start-up-Unternehmen, seit zwei Jahren ist es ein Tochterunternehmen der Volkswagen Financial Services AG.

Mit der Umstellung einher geht auch eine Erhöhung der Parkgebühren. Kostete eine Stunde bislang 50 Cent, sind es dann 60 Cent.

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