Parkgebühren sorgen weiter für Diskussionen

Von: Monika Baltes
Letzte Aktualisierung:
14257056.jpg
Ein Bürgerantrag fordert die Erhöhung der maximalen Parkdauer für die Automaten in Wegberg. Foto: Monika Baltes

Wegberg. Auch Monate nach ihrer Einführung sorgen die Parkgebühren in Wegberg noch für Diskussionen. Der Ausschuss für Tourismus, Kultur, Sport und Verkehr beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit einem Bürgerantrag, der die Anhebung der Höchstparkdauer zum Inhalt hatte.

Derzeit ist auf den gebührenpflichtigen Parkplätzen in Wegberg eine Höchstparkdauer von einer beziehungsweise zwei Stunden vorgesehen. Immer öfter würden sich Kunden beschweren, weil diese Zeit für einen Friseur- oder Arztbesuch und auch für gemütliches Bummeln nicht reichen würde, beschreibt der Antragsteller die Situation und fordert eine Verlängerung der Höchstparkdauer auf vier Stunden.

Am 12. September vergangenen Jahres wurden die Parkscheinautomaten in Betrieb genommen, nach einem Jahr, also im September 2017, soll die Verwaltung eine Auswertung der Maßnahme im Fachausschuss vorlegen. Die Verwaltung wollte die Höchstparkdauer in die Auswertung im Herbst mit einfließen lassen. Damit waren die Ausschussmitglieder nicht einverstanden. Ralf Schmehlich (CDU) empfahl den Beschluss, die Höchstparkdauer zum 1. Mai auf vier Stunden zu erhöhen.

Christoph Böhm (FDP) hielt die Anpassung für einen „sinnvollen Weg“, hatte er doch auch von Frauen gehört, die mit „nassen Haaren aus dem Friseursalon eilen, um das Auto umzuparken“. Es entstehe zudem kein Engpass bei den Parkplätzen. Elmar Becker (Freie Wähler) schloss sich dieser Argumentation an. Christine Karneth, Erste Beigeordnete der Stadt Wegberg, mahnte an, auf belastbares Zahlenmaterial bei dieser Entscheidung nicht zu verzichten und bis zum Herbst zu warten, zumal es sich bei der Parkraumbewirtschaftung um eine Maßnahme zum Haushaltssicherungskonzept (HSK) handele.

Das „Mühlenbündnis“ (in dem sich die Fraktionen von CDU, FDP und AfW in 20 inhaltlichen Themenfeldern auf eine dauerhafte politische Zusammenarbeit im Rat verständigt haben) wollte sich nicht so lange vertrösten lassen. Immer wieder fordert das Bündnis – wie bei anderen Gelegenheiten – auch in diesem Fall konkrete Zeitpläne ein.

Einen einstimmigen Beschluss erzielte schließlich der Vorschlag, den Bürgerantrag wegen der HSK-Relevanz am 23. Mai im Haupt- und Finanzausschuss zu beraten. Dann soll konkretes Zahlenmaterial vorliegen, so dass „eine fundierte Diskussion möglich ist und die Entscheidung, die dann zu treffen ist, mehr als ein Jahr Bestand hat“, so Christoph Böhm. Der Rat wird sich mit dem Thema in seiner Sitzung am 13. Juni beschäftigen, so dass eine Entscheidung vor den Sommerferien fällt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert