„Pape grillt“: Gartenparty mit Höhnern und Kasalla

Von: Monika Baltes
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40 Jahre Bühnenerfahrung und kein bisschen Routine: Die Höhner spielen bei „Pape grillt“ Klassiker und neue Stücke aus ihrem großen Repertoire.
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Gute Laune und ganz viel Herz: Die Gruppe Kasalla begeistert ihr Publikum in Wegberg-Beeck. Fotos (2): Monika Baltes

Wegberg-Beeck. „Pape grillt“ – Christian Pape steht lächelnd im Torbogen des stimmungsvoll beleuchteten Gartens an Haus Beeck und schüttelt jedem Gast die Hand. „Schön, dass Sie da sind.“ Das tut er 1800 Mal. Da macht er keine Kompromisse, sein Event soll ein „persönliche Veranstaltung im eigenen Garten mit einer gewissen Intimität sein“ und eben keine „Stadionveranstaltung“, wie er das nennt.

Als perfekter Gastgeber hat er den Rasen gemäht („der Aufsitzrasenmäher wurde sogar von der Polizei geblitzt“), den kleinen Pool der Tochter beiseite geräumt („das Wasser haben wir eingefroren, wir verwenden es später wieder“) und überlegt, womit er seine Gäste erfreuen könnte („Höhner-Suppe mit Kasalla“).

Die letzten Sonnenstrahlen des Tages lassen den Beecker Kirchturm aufleuchten, als die Band Kasalla die Bühne entert, wie es richtigen „Piraten“ gebührt. Es gibt kein Entrinnen vor der ansteckend guten Laune, vor der ausgelassenen Lebensfreude und vor der Musik, die im Nu Herzen und Beine erreicht. „Alles kann, Kölsch muss“, die Musiker „us der Stadt met K“ geben alles. Kasalla-Bassist Sebastian Wagner springt von der Bühne, um mitten im Publikum weiterzuspielen. Romantisch wird’s bei „Marie“ und bei „Kumm mer lääve“ fallen die Zuschauer bereitwillig in den Refrain ein: „hück Nach!“.

Der Bühnenumbau verschafft den Gästen eine kleine Verschnaufpause, um für Getränkenachschub zu sorgen oder sich am Grill anzustellen. Spezialität in Beeck: der Pape-Burger, kreiert von Karl-Heinz Esser und Willi Wallraven. „100 Prozent bestes Rindfleisch“, verkündet Meister Esser stolz. „Und saulecker“, finden die Gäste am Grill.

Inzwischen ist das Licht auf der Bühne wieder aufgeflammt. 40 Jahre Bühnenerfahrung bringen die Höhner mit und sind meilenweit davon entfernt, in Routine zu erstarren. Alte Freunde darf das Beecker Publikum neu kennenlernen mit einer gelungenen Mischung aus neuen Liedern und alten Hits. Ohne den „Kölschen Pass“, den lieben Gott, der weiß, „dass ich kein Engel bin“ und die „Lust auf Leben“ geht natürlich gar nichts.

Die erste Gänsehaut ist fällig bei „Sag mir wo die Blumen sind op Kölsch“, wie Henning Krautmacher ankündigt und gleich auch noch ein paar kluge Gedanken zum derzeitigen Weltzustand beisteuert. Leidenschaftlich präsentieren sich die Höhner, unangestrengt, ganz nah am Publikum, das sich bereitwillig in die musikalischen Abenteuer entführen lässt. Die neuen Songs sind poppiger, gradliniger, entfernen sich ein Stück weit von der satten Höhner-Hymne und wickeln das Publikum mühelos um den Finger. „Höhnerhimmel“ in Beeck.

Bei aller akribischen Planung und den Erfolgsgaranten auf der Bühne, auf einen Faktor kann Christian Pape keinen Einfluss nehmen. „Die Wetterabhängigkeit macht mich verrückt.“ Aber in diesem Jahr meint der Wettergott es gut mit „Pape grillt“ und seinem Publikum. Ein lauer Sommerabend, wie er schöner nicht sein könnte, verwöhnt die Gäste im Garten. Ein voller Erfolg also, dieses „Pape grillt“. Wieder einmal.

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