Erkelenz - Ortsumgehung soll Kaulhausen entlasten

Ortsumgehung soll Kaulhausen entlasten

Von: Helmut Wichlatz
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Die Verantwortlichen von der Stadt, vom Kreis, des Landesbetriebs Straßen NRW und von RWE Power unterzeichneten die für Kaulhausen wichtige Vereinbarung. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Im Zusammenhang mit den Planungen für die künftige Tagebaurandstraße zwischen Kaulhausen und Kückhoven (L 277n) wird auch die Ortsumgehung für Kaulhausen neu gebaut.

Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Vertreter der Stadt, des Kreises, des Landesbetriebs Straßen und des Energieunternehmens RWE Power. Diese Vereinbarung sichert die Planung, den Bau und vor allem die Finanzierung dieser Ortsumgehung.

Mit der Verlängerung der bestehenden Kreisstraße K30 zwischen Venrath und Kaulhausen in Richtung Süden wird in Verbindung mit der L 277n – dem in einigen Jahren entstehenden zweiten Bauabschnitt der künftigen Tagebaurandstraße zwischen Kaulhausen und Kückhoven – die lange geforderte Ortsumgehung von Kaulhausen realisiert. Bürgermeister Peter Jansen sprach von einem „wichtigen Signal“ für die Bewohner Kaulhausens, deren Wohnqualität durch die Entlastung erheblich gesteigert werde. Dem schloss sich auch Landrat Stephan Pusch an, der hervorhob, dass der Kreis das Verkehrsprojekt selbstverständlich unterstütze, um für die Bürger, trotz der tagebaubedingten Einschränkungen, eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur sicherzustellen. Michael Eyll-Vetter, Spartenleiter Tagebauentwicklung bei RWE Power, sprach von einem guten Beispiel, wie bergbaubedingte Veränderungen im Straßennetz für eine Strukturverbesserung des Verkehrs genutzt würden. Christoph Jansen, Niederlassungsleiter des Landesbetriebs Straßen NRW, hob hervor, dass ein erster Planungstermin aller Beteiligten bereits Anfang September stattgefunden habe.

Eyll-Vetter betonte, dass das Unternehmen gemeinsam mit Bürgern und Kommunen bemüht sei, die Zukunft und die Planung für die Zeit nach dem Tagebau sicher zu machen. Den Vorwürfen, RWE Power habe nicht genug Rücklagen gebildet für die Rekultivierung des Reviers und die sogenannten Ewigkeitslasten, trat er entgegen. „Wir stehen zu unseren Verpflichtungen“, betonte er. „Die Finanzmittel sind jederzeit verfügbar, wenn sie benötigt werden.“

Kaulhausen werde früh mit der Tagebaufolgelandschaft konfrontiert, betonte der Technische Beigeordnete Ansgar Lurweg. Daher habe man früh mit der Entwicklung eines Dorfkonzeptes für Venrath und Kaulhausen für die Zeit nach dem Tagebau begonnen.

Das Teilstück der K 30 wird rund 450 Meter lang sein und knapp eine Million Euro kosten. Diese bezahlt der Kreis auch aus den Entschädigungszahlungen seitens RWE Power.

Ab Mitte des nächsten Jahrzehnts

Die Straße knüpft dann an die noch zu bauende Grubenrandstraße an, die im ersten Schritt von Wanlo bis Kaulhausen (L 354n) und dann weiter als L 277n bis Kückhoven gebaut wird. Obwohl alle Beteiligten von einer schnellen Planungsphase sprechen, wird die Tagebaurandstraße erst Mitte des kommenden Jahrzehnts realisiert werden. Früher sei dies aus rechtlichen und planerischen Gründen nicht möglich, betonten die Verantwortlichen.

Einen weiteren Fokus legt RWE auf Holzweiler, wie Eyll-Vetter betonte. Denn dort muss schnell eine neue Ortszufahrt im Osten des Ortes geschaffen werden, um den Lastverkehr aus dem Ortskern herauszuhalten. Außerdem müsse über den Emissionsschutz für Holzweiler nachgedacht werden. Dieser war bislang noch nicht geplant worden, weil Holzweiler ja noch als Umsiedlungsort geplant war und entsprechende Maßnahmen noch nicht vorgesehen waren.

Daher werde für den östlichen und nördlichen Bereich des Ortes über einen begrünten Schutzwall nachgedacht. Mit dem Bau und der Eingrünung könne schon im kommenden Jahr begonnen werden. Bürgermeister Jansen hob hervor, dass die Einwohner Holzweilers frühzeitig in die Überlegungen eingebunden würden.

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