Orchester begeistern beim Konzert in Oberbruch

Von: Utz Schäzle
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Heinsberg-Oberbruch. Nicht nur Wien, sondern auch Heinsberg hatte jetzt sein Neujahrskonzert. In Wien läuteten die Philharmoniker das neue Jahr mit viel Strauss-Musik ein. In der Oberbrucher Festhalle gaben der Instrumentalverein Karken und die Harmonie Concordia Melick ein fantastisches Live-Neujahrskonzert, mit musikalischen Kostbarkeiten verschiedenster Stilrichtungen.

Ein Neujahrsgenuss an dessen Erfolg die beiden souverän leitenden Dirigenten Mark Partouns (Karken) und Theo Wolters (Melick) erheblichen Anteil hatten. Mit enormer Spielfreude, Temperament und mit viel Einfühlungsvermögen präsentierten die Musikerinnen und Musiker beider sinfonischer Blasorchester ein mitreißendes Repertoire.

Moderatoren-Duo

Durch den ersten Programmteil führte Moderatorin Marion Frenken, und im zweiten Teil übernahm Manfred Kamps die Moderation. Zum Auftakt brannte der Instrumentalverein Karken mit dem „Krönungsmarsch“ gleich ein musikalisches Feuerwerk von Harmonien und Tönen ab, indem er den kompositorischen Reichtum Giacomo Meyerbeers hörbar machte. Ein stimmungsvoller Einstieg in das Neujahrskonzert.

Die „Zueignung“ von Richard Strauss ist für jedes Blasorchester eine Herausforderung. Beim Schwelgen in träumerischen musikalischen Bildern, bei feinsten Piano- und Forte-Klängen, und bei vollen wohlklingenden Akkorden ,wird dieses höchst anspruchsvolle Werk zu einem stimmungsvollen musikalischen Klangerlebnis. Rasante Taktwechsel, typische spanische Rhythmen und viele kontrastreiche Farbtöne erklangen bei Alfred Reeds „El Camino Real“.

Das überaus erfolgreiche Broadway-Musical „Fiedler auf dem Dach“ in einem musikalischen Satz aus „Symphonic Dances“ von Jerry Bock ist ein großartiges Werk für ein sinfonisches Blasorchester. Meisterhaft und mit bravouröser Sicherheit wurde das sehr anspruchsvolle und fordernde Stück vom IVK bewältigt.

Der Pasodoble „Al Centenario“ brachte die einmalige Gelegenheit, etwas „spanische Sonne“ in den Konzertsaal zu lassen, und beendete gleichzeitig auch den ersten Programmteil. Damit verabschiedete sich der Instrumentalverein Karken unter der Leitung ihres Dirigenten Mark Partouns vom begeisterten Publikum.

Die Liebhaber zünftiger Marschmusik kamen bei der Zugabe mit dem „Bayerischen Defiliermarsch“ voll auf ihre Kosten. Die Musikerinnen und Musiker der Harmonie Concordia Melick sind in Karken gern gesehene Gäste. Vor allem dann, wenn sie traditionell zum Neujahrskonzert aufspielen. Das große sinfonische Blasorchester aus dem benachbarten Limburg unter der Stabführung ihres Dirigenten Theo Wolters ist Garant für anspruchsvolle konzertante Blasmusik auf höchstem Niveau.

Enthusiasmus und Drive

Die energiegeladene Musik dieses Spitzenorchesters kommt ohne die bekannten aktionsreichen Bilder aus, und begeistert mit einem enthusiastischen Drive, den sie effektvoll auszuleben verstehen.

Eine Dynamik die auch beim Eröffnungsstück in einer brillanten Orchestrierung von „Dance of the Amazon“ die Luft zum Vibrieren brachte. Die musikalisch virtuose Art der Solistin Jacqueline Cox-Lenaers begeisterte das Publikum restlos. Mit dem Solostück „ Pequena Czarda“ bewies sie ihr Ausnahmetalent und zeigte eindrucksvoll, wie schnell Finger auf einem Alt-Saxophon sein können. Nicht nur technische Brillanz, sondern auch Gestaltung und Ausdruck zeichneten ihr Spiel aus.

In vollendender Klangfülle präsentierte das Orchester das „Nessun Dorma“ (Keiner schlafe) aus Puccinis Turandot. In nahezu bildhafte Töne umgesetzt wurde Alfred Reeds „ Fith Suite for Band“. Dass sich die Harmonie Concordia Melick auf dem anspruchsvollen sinfonischen Parkett so hervorragend zu bewegen versteht, liegt an hoch motivierten und ebenso konzentrierten wie disziplinierten Instrumentalisten, die andererseits eine professionelle musikalische Leitung zu einem homogenen Klangkörper bündelt.

Noch einmal entfalteten die niederländischen Musiker ihre unübertreffliche Musizierfreude mit dem Pasodoble „Cielo Andaluz“. Damit beendete sie das Programm unter dem begeisternden , nicht enden wollenden Applaus des Publikums , das dann dafür verantwortlich war, dass -ganz im Stile eines Neujahrskonzertes, noch mehrere Zugaben gespielt wurden.

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