Ophovener Ortsring packt beim Frühjahrsputz mächtig an

Von: Johannes Bindels
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Bewaffnet mit Schubkarre: Der Ortsring hatte zum Reinemachen bei Mutter Natur eingeladen. Foto: Bindels

Wassenberg-Ophoven. Ob im Selfkant oder im Wassenberger Land, zur Zeit ist das Bedürfnis für ein sauberes Wohnumfeld groß und das Bewusstsein, sich dafür einzubringen, gewachsen. So hatte der Ortsring Ophoven zum Frühjahrsputz der Wirtschafts- und Wanderwege, aber auch innerörtlicher Plätze wie den Kinderspielplatz aufgerufen.

Ortsvorsteher und Ortsringvorsitzender Dirk Jennissen sowie der Vorsitzende des Dorfverschönerungsvereins Ophoven (DVV), Marko Göbels, hatten die Organisation übernommen.

Auf Anregung des DVV-Mitglieds Horst Cenkowsky war die Idee zum Einsammeln des wilden Mülls vom Ortsring aufgegriffen worden. „Wir haben noch letzte Woche mit Hilfe der Stadt Wassenberg erste größere Gegenstände als wilden Müll entsorgen lassen“, berichtete Ortsvorsteher Jennissen.

„Unglaublich, dass Menschen an den verschiedensten Stellen im Dorfgebiet Kühlschrank, Möbelteile und weiteren Unrat auf Kosten der Umwelt und der Ortschaft wild entsorgen“, äußerte Jennissen Unverständnis für dieses Verhalten.

Dass Engagement bei der Bürgerschaft vorzufinden ist, war schnell ersichtlich an den teilnehmenden Mitbürgern. Allerdings sind solche Aktionen nur mit einigen Vorbereitungen zu beherrschen. So standen den einzelnen Sammelgruppen Wegepläne für ihre Strecken zur Verfügung, die abzulaufen und zu kontrollieren waren.

Aber auch Verhaltensvorgaben für die Kinder, das Einsammeln der Glasscherben den Erwachsenen zu überlassen, waren ebenso bedacht worden, wie rote Warnwesten auszuteilen und tragen zu lassen für diejenigen, die in Verkehrsnähe den wilden Müll einsammelten. Selbstredend, dass Schutzhandschuhe und adäquates Werkzeug von der Sammelzange über Schubkarren bis hin zu Müllsäcken zur Verfügung standen.

So ausgerüstet, machten sich fünf Gruppen auf den Weg. Schnell waren die ersten Müllsäcke gefüllt. Am Ende musste dann rund ein Dutzend gefüllter Müllsäcke ordnungsgemäß entsorgt werden.

Dass auch eine solche sinnvolle Aktion hungrig macht, war ebenso bedacht worden. Am Startplatz Mehrzweckhalle wartete ein gemeinsames Grillen als kleines Dankeschön auf die Helfer.

Nachhaltigkeit

Wie viel Nachhaltigkeit die Aktion bewirkt, stellten sich einige insgeheim als Frage und trafen wohl das Kernproblem in dieser Angelegenheit: Nur wer Verantwortung für das eigene Verhalten übernimmt, kann seinen „inneren Schweinehund“ überwinden, nicht alles da hinzuschmeißen, wo man geht und steht.

Dass Ophoven nicht allein mit diesem Problem dasteht, ist wohl eine nicht mehr zu verkennende Tatsache.

In der Sammelrunde war man sich am Ende einig: Positives Verhalten vorzuleben, fängt im Elternhaus an und setzt sich im Kindergarten und in der Schule fort und muss auch unter Gleichaltrigen gelebt leben.

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