Oktoberfest: Partyvolk stürmt das Kuckumer Wiesnzelt

Von: hewi
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Sprichwörtlich alle Hände voll zu tun hatten die beiden Kellnerinnen Nicole (li.) und Stephanie, die, gewandet in feschen Dirndl, die Gäste mit original Wiesen Bier versorgten. Foto: Passage

Erkelenz-Kuckum. Was braucht man für ein zünftiges Oktoberfest? Wiesenbier, gegrillte Haxen und fetzige Musik, die das Publikum von den Bänken reißt. Diese drei Erfolgszutaten stimmten am Wochenende beim 25. Oktoberfest in Kuckum auf jeden Fall.

Die Stimmungsband Fetzentaleraus Flachau hat schon vor zwei Jahren erfolgreich das Zelt auf der Antonius-Wies´n gerockt. Dementsprechend rechneten die Organisatoren von der St. Antonius-Bruderschaft rund um den Festwirt Karl-Heinz Oellers am Samstag mit vollem Haus.

3500 Besucher passten ins Zelt, rund 2000 Karten waren schon im Vorverkauf verkauft worden. Dementsprechend strömte das trachtenerfahrene Partyvolk schon gegen 19 Uhr ins Zelt und wurde dort musikalisch wie jedes jahr vom Hochneukircher Musikverein empfangen.

Mit 23 Musikanten waren die Hochneukircher diesmal angetreten, um bis zum Fassanstich für Stimmung zu sorgen. Die Verbindung zum Kuckumer Oktoberfest kommt durch den ehemaligen Kuckumer Brudermeister Heinz-Jürgen Welters, der seinerseits bei den Hochneukirchern aktiv war.

Und weil es sich um das „größte Oktoberfest an der Niers“ handelt, kamen die Gäste natürlich überwiegend stilecht in Dirndl und Lederhose. „Wer in diesem Jahr in zivil da ist, kommt nächstes Jahr in Tracht“, betonte Oellers aus Erfahrung.

Eine kurze Umfrage am Eingang ergab, dass kaum ein Madel sein Dirndl geliehen hatte. „Das gehört heute in jeden gut sortierten Kleiderschrank“, erklärte Henrike Goebels, die eigens aus Düsseldorf nach Kuckum gekommen war, um mit ihrer Clique zu feiern. Zum feschen Dirndl trug Henrike übrigens bequeme Chucks, „weil ich heute noch viel tanzen will“.

Bequem musste auch das Schuhwerk der Kellnerinnen sein. „Gefühlte 20 Kilometer“ würde sie an diesem Abend zurücklegen, erklärte eine Bedienung auf Nachfrage. Und das mit Gläsern und Krügen, die mindestens ein Kilo auf die Waage bringen. Doch immerhin wechselten sich Theken- und Saalmannschaft bei den Festeinsätzen ab. „Nächste Woche stehen wir dann hinter dem Tresen“, erklärte sie.

Ab dem Fassanstich, den Bürgermeister Peter Jansen gemeinsam mit Brudermeister Hans-Josef Dederichs routiniert über die Bühne brachte, heizten dann die Fetzentaler dem Publikum ein, das begeistert mitfeierte, wobei sich dann die bequemen Schuhe der jungen Tänzerinnen durchaus bezahlt machten.

Ein Jubiläumsschmankerl hatten die Organisatoren aber noch im Petto. Denn gegen fünf Uhr in der Frühe wurde ein großer Grill angeheizt, auf dem ein rund 500 Kilo schwerer Ochse am Stück gegart wurde. Das dauerte bis 12 Uhr am Sonntag, denn rechtzeitig zum Frühschoppen musste das Tier verzehrfertig sein und für rund 500 hungrige Festgäste reichen.

Traditionell geht es in Kuckum nämlich am Sonntag mit einem zünftigen Frühschoppen und Musik weiter. „Das Publikum ist unterschiedlich und geht querbeet durch alle Altersklassen. Nur eines haben alle gemeinsam, und das ist Stehvermögen“, erklärte Festwirt Oellers, dessen Vater vor 25 Jahren das Oktoberfest gemeinsam mit den Schützen aus der Taufe gehoben hatte.

Und dass Stehvermögen sich in Kuckum lohnt, scheint sich herumgesprochen zu haben. Denn die Besucher kamen nicht nur aus dem Stadtgebiet und hatten teilweise längere Anreisen in Kauf genommen, um dabei zu sein. Dementsprechend gab es an den beiden Eingängen auch immer wieder Staus, da man den nächsten Schub erst hineinlassen konnte, wenn genug Raucher in den besonders ausgeschilderten Raucherbereich neben dem Zelt abgewandert waren.

„Erfahrungsgemäß sind es einige Hundert Leute, die sich ständig im Umfeld des Zeltes aufhalten“, berichtete Oellers. Trotzdem komme man stets mit weniger als 30 Security-Leuten aus, da es bislang auf den Festen noch keine Schlägereien gegeben hatte.

Die Bruderschaft hatte am Samstag und Sonntag rund 40 Leute im Einsatz, damit es überall lief und den Leuten das Feiern möglichst leicht gemacht werden konnte.

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