Ohrenschmaus für Orgelfans: Sommerkonzert in St. Lambertus

Von: hewi
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Freuen sich auf die Orgelnacht. Kantor Stefan Emanuel Knauer (r.) und Josef Viethen vom Orgelbauverein. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Mit einer kulinarischen Orgelnacht am Freitag, 3. Juni, in St. Lambertus will der Orgelbauverein für Spenden werben. Die werden dringend benötigt, wenn die große Orgel als Nachfolgerin der vor einigen Jahren verkauften Oberlinger-Orgel tatsächlich in einigen Jahren in St. Lambertus zu hören sein soll.

Die kulinarische Nacht bietet für Freunde der Orgelmusik und Feinschmecker ein anspruchsvolles Programm. Es beginnt um 19.30 Uhr mit Professor Andreas Schröder und dem „Laudes Organi“ von Zoltan Kodaly. Danach folgt der erste Gang des Menüs im Pfarrzentrum, bevor es in St. Lambertus mit „Abendgedanken – Orgel und Literatur“ weitergeht. Kantor Stefan Emanuel Knauer wird dabei die Rezitationen von Manfred Bühl begleiten, der besinnliche Gedichte vorstellt. Nach dem Hauptgang im Pfarrzentrum erwartet die Teilnehmer ein besonderes Highlight. Otto Maria Krämer improvisiert auf der Orgel zu dem Stummfilm „Der Galiläer“, den Regisseur Dimitri Buchowetzki 1921 um Stationen und Ereignisse aus dem Leben Jesu gedreht hat. Krämer gilt als Kapazität im Bereich der Orgelimprovisation, die er auch an der Musikhochschule Köln unterrichtet.

Insgesamt 1,1 Millionen Euro

Das Konzept der kulinarischen Orgelnacht ist nicht neu, wie Kantor Knauer betont. Vor acht Jahren, als er frisch in Erkelenz angekommen war, gab es schon eine Orgelnacht, bei der kulinarische und musikalische Freuden verbunden wurden. Um die Idee nicht „abzunutzen“, habe man in den vergangenen Jahren darauf verzichtet, zumal das kirchenmusikalische Programm in Erkelenz schon an sich recht umfangreich und hochwertig ist.

Insgesamt wollen die Mitglieder des Fördervereins in einem ersten Schritt rund 750.000 Euro für die neue Orgel zusammenbekommen, damit sie von dem Mönchengladbacher Orgelbaumeister Martin Scholz in Angriff genommen werden kann.

Dort, wo die Orgel stehen soll, ist bereits eine Empore errichtet. Sie schwebt über dem Haupteingang und ist der Aufgabe gewachsen, die Orgel nicht nur zu tragen, sondern auch ihren Klang aus der bestmöglichen Position raumfüllend in die Kirche zu bringen. Dies ist wichtig, denn als kirchenmusikalische Schwerpunktgemeinde im Bistum Aachen hat man ja auch einen Ruf zu verlieren.

Noch mehrere Jahre

Durch Konzerte und ähnliche Events wird der Verein das benötigte Kapital nicht zusammenbekommen, da sind sich Josef Viethen und Kantor Knauer vom Vorstand des Vereins sicher. „Die Veranstaltungen dienen in erster Linie dazu, das Thema im Bewusstsein der Menschen wach zu halten“, erklärt Viethen. Für die nach Ansicht des Orgelbauvereins dringend benötigte Orgel sei es schwieriger, Spender zu aktivieren, erklärte Viethen. „Die Orgel ist kein sozialer Zweck und eint auch nicht so viele Menschen wie vor einigen Jahren die Kirchturmspitze.“

Auch das Bistum zeigt sich zurückhaltend, wenn es um die Finanzierung der rund 1,1 Millionen Euro teuren Orgel geht. „Die Kirchenorgel ist nach Auslegung in Aachen Sache der Gemeinde“, erklärt Knauer. Und dieser Aufgabe wolle sich die Gemeinde auch stellen. In „zwei bis drei Jahren“ wolle man so weit sein, um den Auftrag für den Bau der Orgel zu geben. Bis sie erstmals in St. Lambertus zu hören sein wird, würden dann noch einmal knapp zwei Jahre vergehen, die Orgelbaumeister Scholz benötigt, um die Orgel zu bauen und zweimal komplett aufzubauen.

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