Offenes Ohr für Flüchtlingshelfer

Von: Helmut Wichlatz
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Thorsten Klute trug sich im Beisein von (v.l.) Bürgermeister Peter Jansen, Sabine Küppers und Franz Thiel (beide WiE), Dr. Hans-Heiner Gotzen (Erster Beigeordneter der Stadt Erkelenz) und Ansgar Lurweg (Technischer Beigeordneter) ins goldene Buch ein. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Thorsten Klute ist Staatssekretär für Integrationsfragen in Düsseldorf. Bei einem Ortstermin in Erkelenz tauschte er sich mit ehrenamtlichen Helfern des Flüchtlingsvereins „Willkommen in Erkelenz“ und Bürgermeister Peter Jansen über die Situation in Erkelenz aus.

Klute, der bis 2013 als Bürgermeister in Versmold auch für die Unterbringung der Flüchtlinge zuständig war, bezeichnete die Kommunen als die tragenden Institutionen bei der Integration der Flüchtlinge. Er erfuhr viel über die Zusammenarbeit von Verwaltung und Ehrenamtlern in Erkelenz, womit auch der Flüchtlingsverein „Willkommen in Erkelenz“ (WiE) und dessen Vorsitzender Franz Thiel gemeint sind. Auf dessen Einladung war Klute nach Erkelenz gekommen.

Er nutzte den Termin nicht nur für den Eintrag ins goldene Buch der Stadt, sondern besuchte später auch die Geschäftsstelle des Vereins und die Jahreshauptversammlung in der Oerather Mühle. Dort stand er den Fragen und der Kritik der Vereinsmitglieder Rede und Antwort.

Problem Arbeitserlaubnis

Ein Kritikpunkt, den Herbert Exner von WiE gleich im Rathaus anbrachte, war der schwierige Zugang der Asylbewerber zum Arbeitsmarkt. „Der Bedarf ist da“, erklärte Exner. Doch es dauere zu lange, an eine Arbeitserlaubnis zu kommen. Das Problem sei ihm sehr wohl bekannt, betonte Klute. Bislang galt das Prinzip der sogenannten „Vorrangprüfung“, nach der zuerst geklärt werden musste, ob es einen deutschstämmigen Arbeitslosen gäbe, der die Stelle besetzen könnte.

Diese Regelung sei nun gekippt, betonte der Staatssekretär. Sie gelte nur noch in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit. Da in Erkelenz aber quasi Vollbeschäftigung herrsche, sei es hier durchaus möglich, Asylbewerber in Arbeit zu vermitteln. Daher sei es so wichtig, dass Vertreter des Handwerks an den Runden Tischen in den Kommunen sitzen.

Bürgermeister Jansen erklärte, dass viele Ideen und Initiativen an der Bürokratie gescheitert seien. Die anfangs chaotischen Zustände, als weder die Finanzierung noch die genaue Zahl der Asylbewerber bei den Kommunen bekannt waren, lägen hinter den Akteuren, erklärte er. Ohne die enge Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlern hätte die Bewältigung der Aufgaben nicht so gut geklappt.

Der Verein „Willkommen in Erkelenz“ setzt sich seit seiner Gründung vor knapp zwei Jahren für Flüchtlinge ein und hilft ihnen, sich zu integrieren.

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