Obspringen zieht die Lederhosen schon im Frühjahr an

Von: anna
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Nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit Bühnendeko und Lichtshow begeisterte die Band „Wir sind Spitze!“ bei der ersten Starkbier-Wiesn. Foto: anna
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Mit zwei kräftigen Schlägen gelang Heinz-Josef Schrammen der Fassanstich. Ihm assistierten Hubert Nießen, Martin Grefen und Josef Frenken (v.l.). Foto: anna

Waldfeucht-Obspringen. Fahnen und Fähnchen, Bänder an grünen Kränzen und sogar Blumenschmuck in Blau und Weiß erwarteten die Besucher der ersten Obspringener Starkbier-Wiesen im Festzelt an der Talstraße.

„Obspringen zieht die Lederhose schon im Frühjahr an!“ hatte die Losung der St.-Josef-Schützenbruderschaft für den Vorabend des Waldfeuchter Gemeindeschützenfestes geheißen, und viele waren ihr gefolgt.

Buam und Madln in zünftigen Lederhosen oder feschen Dirndln machten sich, angeführt vom Obspringener Musikverein, auf den Weg ins aufwendig geschmückte Zelt. Fürs Auge vieler doch eher preußischer Tradition verbundenen Schützen war der Anblick von Schützenkönig Raffael Probst mit seinen silbernen Plaketten über Karohemd und Lederhose da aber doch ein etwas gewöhnungsbedürftiges Bild.

Eine Stunde lang heizte zunächst bayrische Volks- und Marschmusik „vom Band“ die Stimmung an, ehe der Vorstand zum Fassanstich auf die Bühne bat, wen anders wohl als den vom Haarener Oktoberfest bestens trainierten Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen. Von dort oben erklärte Präsident Josef Frenken den Gästen des Abends noch einmal die Tradition der Starkbier-Wiesn, die eigentlich schon in der Fastenzeit gefeiert wird. Das Fest geht zurück auf Mönche in einem bayrischen Kloster, die sich sehr karg ernährten und da gerade in der Fastenzeit zur Stärkung ein „flüssiges Brot“ brauchten, das die Regeln des Fastens nicht brach.

Nach zwei sicheren Schlägen durch den Bürgermeister war danach ohne großes Biervergießen schon offiziell „ozapft!“ Das gab‘s jedoch gleich hinterher, als das Fass für die Band schnell von der Bühne gehoben werden sollte. Dabei fiel es hinunter, und das bayrische Bier ergoss sich aus dem kleinen Fass in schäumenden Strömen über die Tanzfläche.

Davon gänzlich unbeeindruckt startete die an Wiesn gewohnte Band „Wir sind Spitze!“ aus dem niederländischen Limburg mit ihrem Fünf-Stunden-Marathon. Vom ersten Ton an ging da die Post ab, und schon der zweite Titel hieß „Wahnsinn!“. Nicht nur zünftig bayrisch, sondern auch mit den Ohrwürmern deutschen Schlagers sowie internationaler Pop- und Rockhits zogen die fünf Vollblutmusiker ihr Publikum schnell in ihren Bann. Dies gelang ihr nicht zuletzt aufgrund aufwendiger Bühnendekoration und Lichttechnik.

Während die letzten bayrischen Töne im Festzelt noch nicht ganz verhallt waren, ging es beim Gemeindeschützenfest am Sonntagmorgen weiter mit Gefallenenehrung und Frühschoppen im Festzelt. Der gemeinsamen Feldandacht folgte am Nachmittag ein großer Umzug durch den Ort, der in einer Parade ihren Höhepunkt fand.

Bei Kaffee und Kuchen klang das Schützenfest mit Konzertbeiträgen der Spielmannszüge aus der Gemeinde Waldfeucht aus.

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