Oberbruch: In der Konditorei der neuen Lebenshilfe

Von: anna
Letzte Aktualisierung:
11557596.jpg
Die Mitarbeiterinnen haben sichtlich großen Spaß an ihrer Arbeit. Das freut dann natürlich auch ihren Chef Uwe Breuer. Foto: Anna Petra Thomas
11557593.jpg
Uwe Breuer lässt als Chef in der Konditorei seiner Kreativität freien Lauf. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Oberbruch. Mit dem Neubau der Lebenshilfe an der Richard-Wagner-Straße in Oberbruch ist in der neuen Großküche auch eine eigene Konditorei entstanden, die von Uwe Breuer geleitet wird. Der gelernte Bäcker, der zudem viel Erfahrung aus der Konditorei mitbringt, hat hier auf rund 50 Quadratmetern sein eigenes Reich mit modernen Maschinen, einem Backofen über drei Etagen und großen Kühlschränken.

Nach 17 Jahren in einem mittelständischen Betrieb habe er sich einfach noch einmal verändern, auf Neues einlassen wollen, erzählt er. Das Angebot der Lebenshilfe habe ihn vor allem gereizt, weil es mit einem sozialen Aspekt verknüpft sei, erzählt er. „Hier kommt so viel zurück, so viel Menschlichkeit. Das ist ungespielte Ehrlichkeit“, hat er schon in den ersten Wochen seiner Arbeit in der neuen Konditorei erfahren. „Das macht viel Spaß!“

Fast nur eigene Rezepte

Und über Arbeit kann sich Breuer mit seinem Team nicht beklagen. Derzeit beliefert er das neue Café im Lebenshilfe-Center sowie das Café der Begegnung an der Borsig-straße und das Café Samocca am Begas-Haus täglich mit frischem Gebäck, das fast ausschließlich auf Basis seiner eigenen Rezepte entsteht.

Hinzu kommt seit Jahresbeginn auch Gebäck, das als Nachspeise zu den Mittagsgerichten gereicht wird. Langfristig sollen zudem die Cafés in Erkelenz und Wegberg aus der eigenen Konditorei beliefert werden. Und auch zu Prospex gebe es bereits erste Kontakte.

Für die Lebenshilfe entsteht so neben frisch gekochten Mittagessen in der Großküche nicht nur zugleich frisches Gebäck. Sie sieht in der Konditorei auch einen weiteren Schritt in der beruflichen Förderung für Menschen mit geistiger Behinderung.

„Hier geht es nicht um Arbeit um der Arbeit willen, und wir suchen nicht Menschen für die Arbeit, sondern eher die Arbeit für die Menschen“, erklärt Michael Kleinen, bei der Lebenshilfe zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, bei einem ersten Besuch in der Konditorei. „Hier entsteht etwas, das auch für unsere Mitarbeiter mit Behinderung direkt sichtbar ist, direkt verwendet werden kann.“

Unter dem Motto „Unsere Torten schmecken auch zu Hause!“ bietet die Konditorei schon jetzt die Möglichkeit der Tortenbestellung an. Eine Liste der zurzeit mehr als 50 unterschiedlichen Kuchen sowie Creme- oder Sahnetorten findet sich im Internet. Drei Tage nach Bestellung kann die gewünschte Torte in einem der drei Heinsberger Cafés abgeholt werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert