Wegberg - Oase der Kunst in klösterlichem Ambiente

Oase der Kunst in klösterlichem Ambiente

Von: Monika Baltes
Letzte Aktualisierung:
12901476.jpg
Vielfältig, abwechslungsreich, sehenswert: der Skulpturenweg im Klostergarten. Foto: Monika Baltes

Wegberg. Auch bei ihrer zehnten Auflage punktete die Kunstoffensive Wegberg im ehemaligen Kloster Wegberg mit dem harmonischen Gesamtpaket, das Kunstbegeisterte aus der Region immer wieder anzieht.

Das alte Gemäuer, der beschauliche Garten und das klösterliche Ambiente haben scheinbar die Kraft der Achtsamkeit über Jahrhunderte bewahrt, in der Kunst sich besonders wohlfühlt. Neben diesen äußeren Bedingungen ist es die Vielfalt an Werken renommierter Künstler, die Kunstfreunde begeistert. Zu einem lebhaften Streifzug durch den Facettenreichtum der Kunst wurde die Wanderung durch das Gebäude, durch die Zelte und über den Skulpturenweg.

34 Künstler gaben einen Überblick über ihre Werke. Malereien in zarten Pastellen, als kräftiger Farbenrausch, strukturiert mit Sand, Asche oder Marmormehl, leuchtende Kolorierungen – die vertretenen Maler einte lediglich die Tatsache, dass sie einmal mit einer leeren Leinwand angefangen hatten. Fotografien präsentierten sich, wie sie unterschiedlicher nicht sein können: auf der Suche nach Momenten der Heiterkeit und der menschlichen Würde, mit einem eigenen Blickwinkel für die Ewigkeit oder so verfremdet, dass die eigentlichen Motive ein Geheimnis bleiben.

„Artenvielfalt“ kennzeichnete auch die Skulpturen, Plastiken und Objekte: vielfach variierte Formen in Terrakotta-Skulpturen, starres Eisen in nie geahnter Leichtigkeit oder sich mit glatt poliertem Stein verbindend, Mosaikkunst aus Glas und Natursteinen und Edelrost-Skulpturen mit unvollendeten Schweißnähten.

„Wir haben hart gearbeitet in der vergangenen Woche“, kommentierte Johannes Donner von der Projektgruppe Kunstoffensive die Vorbereitungen. Zwei Zelte und eine Bühne waren in dieser Zeit im Klostergarten aufgebaut worden. Das musikalische Rahmenprogramm war speziell für das „kleine Jubiläum“ erweitert worden. Mit Folklore und Mundart mit dem Barden Wolfgang Theuerzeit, einschmeichelnder Harfenmusik von Marianne Cranston und swingendem Jazz vom Boundless-Dixieland-Quartet hatten die Organisatoren auch hier auf Vielfalt gesetzt.

Selbstverständlich hatten die Bewohner der Ateliertage im Kloster ihre kleinen Ateliers geöffnet – und auch der schwarze Bauwagen, die „mobile Galerie“ von Maarten Vaessen, war – wie bereits im Vorjahr – aus Belgien angereist. „Es ist ein Kommen und Gehen“, freute sich Folkmar Pietsch, der Wegberger Kulturring-Vorsitzende, über die große Publikumsresonanz trotz hochsommerlicher Temperaturen.

Zwei Tage lang war das ehemalige Kloster in Wegberg eine Oase der Kunst – mitten in der Innenstadt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert