Wegberg-Beeck - NRW-Stiftung: 20.000 Euro für Trachtenmuseum in Beeck

NRW-Stiftung: 20.000 Euro für Trachtenmuseum in Beeck

Von: Monika Baltes
Letzte Aktualisierung:
15433132.jpg
Im Depot des Europäischen Volkstrachtenmuseums: (v.l.) Kurt Harry Voigtsberger, (NRW-Stiftung), Gregor Laufenberg und Georg Wimmers (Heimatverein Wegberg-Beeck) Foto: Monika Baltes

Wegberg-Beeck. „Wir fördern Projekte, aber wir fördern auch die Menschen, die dahinter stehen“ würdigte Harry Kurt Voigtsberger, der Präsident der Nordrhein-Westfalen-Stiftung, die ehrenamtliche Arbeit des Heimatvereins Wegberg-Beeck. „Denn es geht ja auch darum, Menschen, die sich engagieren, Anerkennung zu geben.“

20.000 Euro zur Sanierung der rückwärtigen Außenfassade des Museums für Europäische Volkstrachten in Beeck stellt die NRW-Stiftung zur Verfügung. In diesem hinteren Teil des Museums (altes Bürgermeisteramt) befindet sich das Depotgebäude. Hier lagern die Sammlungen des Flachsmuseums und des Volkstrachtenmuseums, die wegen der sanierungsbedürftigen Fassade von Feuchtigkeit bedroht sind.

Und die 20.000 Euro werden nicht reichen, wie Georg Wimmers, Vereinsvorsitzender, erklärte. Weitere 16.000 Euro werden von der Bezirksregierung Köln aus Mitteln des Landes NRW dazukommen. „Das verdanken wir der Unterstützung der Stadt Wegberg“, bedankte er sich vor allem bei Michael Stever, der bei der Stadt Wegberg für Denkmalangelegenheiten zuständig ist. Gut fünfstellig ist die Summe, die dann noch zur Finanzierung fehlt. „Das wird der Heimatverein selbst übernehmen“, meinte Georg Wimmers. Dabei hegt er durchaus die stille Hoffnung, dass über die Bezirksregierung vielleicht der ein oder andere Euro aus nicht abgerufenen Mitteln dazukommen wird. „Wir sehen ihren Zuschuss als Bestätigung unserer Arbeit, und wir fühlen uns geehrt“, bedankte er sich beim Präsidenten der NRW-Stiftung und versprach außerdem: „Sie bekommen das Geld auf keinen Fall zurück.“

Im Flachsmuseum Beeck war Harry Kurt Voigtsberger nicht nur auf Mitglieder des Heimatvereins Beeck getroffen, sondern auch auf eine Schulklasse, die sich mit Flachs und Flachsverarbeitung auseinandersetzte. „Bis zum Beginn der Herbstferien werden wir hier etwa 500 Kindern das alte Handwerk vorgestellt haben“, erläuterte Georg Wimmers, der täglich eine Klasse im Museum erwartet. Beherzt packte auch der prominente Gast zu: riffeln, brechen, schwingen, hecheln – Flachsverarbeitung im Schnelldurchgang.

Nur wenige Schritte sind es vom Flachsmuseum zum ebenfalls vom Heimatverein betriebenen Museum für Europäische Volkstrachten. Harry Kurt Voigtsberger nutzte die Gelegenheit, sich persönlich davon zu überzeugen, wie sanierungsbedürftig die rückwärtige Fassade des Museums ist. Beim Gang durch die Innenräume des Depots entpuppte sich der Präsident der NRW-Stiftung als durchaus sachkundig beim Thema Trachten. „Ich komme aus dem Allgäu, Tracht ist mir durchaus vertraut“ überraschte er mit Details zu Lederhose, Edelweißhosenträgern und Gamsbart. Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung wurde 1986 von der Landesregierung zum 40. Geburtstag des Landes NRW gegründet und hilft seitdem gemeinnützigen Vereinen, Verbänden und ehrenamtlich arbeitenden Gruppen, die sich in NRW für den Naturschutz und die Heimat- und Kulturpflege einsetzen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert