Neujahrsempfang überschattet von Ereignissen in Paris

Von: hewi
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Bürgermeister Peter Jansen erinnerte zu Beginn seiner Neujahrsansprache auch an die zurückliegenden Terroranschläge. Foto: Koenigs

Erkelenz. Auch der Neujahrsempfang in der Stadthalle war überschattet von den jüngsten Ereignissen in Paris und dem belgischen Verviers. Dem Terror dürfe es nicht gelingen, „die positiven Kräfte in der Gesellschaft zu stoppen“, betonte Bürgermeister Peter Jansen zu Beginn seiner Neujahrsansprache angesichts der zurückliegenden Terroranschläge.

Diese Geschehnisse müssten zum Anlass genommen werden, „mutig die Grundordnung zu vertreten und an einer friedlichen Zukunft für alle zu arbeiten.“ Wie dies in Erkelenz geschieht, verdeutlichte er an vielen Beispielen aus verschiedenen Bereichen. Ihr Zusammenspiel bezeichnete er als den „Erkelenzer Weg“. Und wohin der im Jahr 2015 führen wird, skizzierte er ebenfalls anhand von Beispielen und Themen.

Die Herausforderung, das Leben und die Zukunft vor Ort zu gestalten, werde den Kommunen aber vom Land schwer gemacht, schickte Jansen seinen Ausführungen voraus. Die finanziellen Handlungsspielräume würden eingeengt, betonte er und warnte vor einer schleichenden Aushöhlung der kommunalen Selbstverwaltung. Das Reduzieren einer Kommune auf die Pflichtaufgaben sei der falsche Weg.

Wie ein erfolgreicher Weg aussehen kann, sehe man in Erkelenz. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen habe man sich Spielräume erarbeitet und Schulden abgebaut. Baugrundstücke in Erkelenz seien gefragt, die Stadt wachse und investiere in die Zukunft. Und in die Schulen, allein elf Millionen Euro in diesem Jahr. Bei der Umsetzung der EU-Konvention zur Inklusion seien die Pestalozzi- und die Gemeinschaftshauptschule vorangegangen und als Schwerpunktschule neu aufgestellt. „Unserer Schulen können das“, betonte Jansen selbstbewusst mit Blick auf die Themen Inklusion und Integration.

Zum Erkelenzer Weg gehören aber auch die Vereine und engagierten Bürger, die in Erkelenz etwas auf die Beine stellen oder sich für die Allgemeinheit einsetzen. Auch hier sei es möglich, dieses Engagement logistisch oder finanziell zu unterstützen, da die Spielräume vorhanden seien. „Wir geben da Geld aus, wo es sich lohnt“, betonte er und begründete auch, weshalb man in Erkelenz bei den Kitas nicht ganz auf die Elternbeiträge verzichte. Dies sei der falsche Weg, weil sonst „die Kinder, die wir heute verwöhnen, später die Zeche zahlen“. In Erkelenz habe man sich für solides Haushalten entschieden und leiste sich nur das, was man sich auch leisten könne. „Wir wollen mehr von dem erhalten, was wir erschaffen haben“, zitierte Jansen die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Die Replik hatte er auch gleich parat: „Danke, das wollen wir auch!“ Deshalb werde der Weg der Konsolidierung fortgesetzt. „Sicherung der Finanzstärke, solides Wirtschaften und Investitionen in die Infrastruktur – das ist der Erkelenzer Weg“, betonte er. Dass der richtig sei, habe die Gemeindeprüfungsanstalt im vorigen Jahr lobend festgestellt.

Jansen verwies auf die steigende Zahl der Arbeitsplätze und den Ausbau des Gipco, die Neuausrichtung des Geländes des ehemaligen Rewe-Zentrallagers und die neuen Impulse für die Innenstadt, die von dem bald zur Verfügung stehenden 7000 Quadratmeter großen Gelände des ehemaligen Amtsgerichtes ausgingen. Doch auch die neue Mitte in Gerderath und Projekte in den Ortschaften erwähnte er.

Weiterhin bestimmend in diesem Jahr seien der Tagebau und die damit verbundenen Entscheidungen, die von „jahrzehntelanger Bedeutung“ seien. Auch hier sei Erkelenz gut aufgestellt und bereit, seine Forderungen durchzusetzen. Auch beim Thema Asyl sei man bereit und in der Lage, den Menschen vernünftige Lebensbedingungen zu bieten und denen, die bleiben, zu helfen „Erkelenzer zu werden“.

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