Selfkant-Tüddern - Neujahrsempfang: „Neue Verkehrsachse wird Boom bringen“

Neujahrsempfang: „Neue Verkehrsachse wird Boom bringen“

Von: agsb
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Soll im Mai für den Verkehr freigegeben werden und der Region weitere Impulse geben: die B 56n. Foto: Stefan Klassen
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Setzen auf weiteren Aufschwung: (v.l.) Pfarrer Roland Bohnen, Herbert Corsten, Ulrich Schirowski, Stephan Pusch und Kunibert Latour beim Neujahrsempfang von Gemeinde und Gewerbeverband Selfkant. Foto: agsb

Selfkant-Tüddern. Dörfergemeinschaftshäuser, Städtebauförderung, Fördergelder, Haushalt, Feuerwehrwesen, Nahversorgung , Baulandentwicklung, Tourismus, Gewerbeflächen und Interkommunale Zusammenarbeit – dies waren die Schlagworte von Bürgermeister Herbert Corsten beim Neujahrsempfang.

Zusammen mit dem Gewerbeverband Selfkant als weiterem Gastgeber begrüßte Corsten zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Sport und Politik, rund 200 Personen waren der Einladung ins Rathaus zum Empfang gefolgt, an der Spitze Landrat Stephan Pusch.

Corsten sprach einen ganz besonderen Dank für das ehrenamtliche Engagement vieler aus, wobei er auch die Flüchtlingshilfe lobte. Mit Stolz blickte Herbert Corsten auf die Fertigstellung dreier Dorfgemeinschaftshäuser in Schalbruch, Tüddern und Wehr mit rund 25.000 Stunden Eigenleistung.

Obwohl die Region der „Der Selfkant“ mit den Nachbargemeinde Waldfeucht und Gangelt und in Zusammenarbeit mit der Stadt Heinsberg nicht in einen neuen Leadertopf (Mittel von der Europäischen Union für ländliche Entwicklung) rutschte, wurde die Vierergemeinschaft als „Vital-NRW-Region“ anerkannt. „Die positive Entwicklung der letzten zehn Jahre war hier für den Zuschlag ausschlaggebend“, sagte Corsten.

In Sachen Feuerwehrwesen lobte der Erste Bürger einen sehr hohen Leistungsstand und dankte den Wehrleuten im Namen der Gemeinde für ihren „beispiellosen persönlichen Einsatz“. Der Bürgermeister sprach auch das Thema Tourismus an. Dieser befinde sich nicht nur aufgrund des Westzipfelpunkts im Aufwind, auch neue Einheiten an Gästezimmern seien geschaffen worden.

Erfolgreiche Leistungsschau

Die interkommunale Zusammenarbeit stehe im Fokus der Gemeinde Selfkant, betonte Corsten. Mit der Stadt Sittard (Treffen am 7. März) und der Gemeinde Echt-Susteren und Maaseik/B sei der Selfkant im Austausch. Davon profitiere auch das Gewerbe. So biete der Selfkant eine gute Nahversorgung, weshalb man aus den Niederlanden und auch Belgien große Kundschaft verzeichne. Viele Gewerbegebiete wurden laut Corsten erschlossen, ein Ende sei hier noch lange nicht in Sicht.

Dies sah auch Kunibert Latour als Vorsitzender des Gewerbeverbandes Selfkant so. Rückblickend sei die 6. Leistungsschau ein großer Erfolg gewesen, die 7. Leistungsschau sei für 2018 terminiert. Anfang Mai gebe es die zweiten Wohlfühltage im Gewerbepark „Alte Molkerei Höngen“.

„Längst ist die Zeit vorbei, wo Ausbildungsplätze im Handwerk Mangelware waren, heute ist es ist umgekehrt“, sagte Latour. Der Gewerbeverbandschef sah den Vorstand des Gewerbeverbandes in der Pflicht, hier den Mitgliedsbetrieben unterstützend zu helfen. Ein angenehmes Betriebsklima, Maßnahmen zur Bildungsentwicklung zu schaffen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zusammenwachsen zu lassen – der Vorsitzende sprach von einigen Lösungsmöglichkeiten und bot die Hilfestellung des Vorstands an.

Signal der Geschlossenheit

Ulrich Schirowski, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG), hob die wichtige Rolle der Westzipfelregion hervor. Der Lückenschluss des B 56n mit Verbindung der A 46 und dem niederländischen Autobahnnetz direkt hinter der Grenze sei überdies enorm wichtig. „Die B 56n ist die zentrale Entwicklungsachse im Kreis Heinsberg.

Wir spüren eine Nachfrage von Investoren, speziell für großflächige Gewerbegebiete. Der Kreis Heinsberg hat deutlich an Attraktivität gewonnen, die neue Verkehrsachse wird einen weiteren Boom bringen“, so Schirowski. „Es freut uns von der WFG, dass die Gemeinde Selfkant und Gangelt entlang der Strecke Gewerbeflächen anbieten. Es ist ein starkes Signal, das die Gemeinde Selfkant und auch der Gewerbeverband senden – ein Signal der Geschlossenheit und Ausbruchsstimmung in der Westzipfelregion und gesamten Kreis Heinsberg.“

Born an der Maas „als unser Container-Terminal liegt hier vom Rathaus Tüddern aus nur wenige Kilometer entfernt“, stellte Schirowski eine einzigartige Chance nicht nur für die Westzipfelregion heraus.

Landrat Stephan Pusch lobte die enge Zusammenarbeit der Gemeinden und Städte im Kreis. „Wir im gesamten Kreis Heinsberg können stolz auf uns sein. Der Wirtschaft geht es gut, wir haben die geringste Arbeitslosenzahl der gesamten Region.“

Nach den Reden folgte ein gemütliches Beisammensein mit lockeren Gesprächen.

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