Neujahrsempfang in Hückelhoven: „Traditionen leben und Neues wagen“

Von: koe
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Bürgermeister Bernd Jansen zog beim diesjährigen Neujahrsempfang in Hückelhoven in der dicht besetzten Aula des Gymnasiums Bilanz. Foto: Koenigs
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Das Rurtaltrio machte Reklame für seine Jubiläumsveranstaltungen. Foto: Koenigs
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25 junge Damen unter der Regie von Christina Rommel erfreuten die Gäste beim Konzert „Schokolade“. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Insgesamt waren es 25 „Schokoladenmädchen“, teils vom Gymnasium, teils aus der Verwaltung, die alle 800 geladenen Gäste des Neujahrsempfangs mit Schokoladenspezialitäten verwöhnten. „Das Schokoladenkonzert war ein Genuss“, so Bürgermeister Bernd Jansen spontan. Veranstaltungen dieser Art führten die Band bereits an viele Orte.

Da sei es der „Chefin“ Christina Rommel verziehen, dass sie gewisse Schwierigkeiten mit der Aussprache von „Hückelhoven“ hatte. Überhaupt war der Neujahrsempfang ein prima Event, auch wegen des „Werbeblocks“ des Rurtaltrios für einen Zusatztermin seiner Jubiläumsveranstaltungen in diesem Jahr.

Natürlich waren bei soviel Comedy und Show auch ernsthafte Themen gefragt. Zunächst durch Bürgermeister Bernd Jansen, später von Peter Deckers von der Handwerkskammer als Gastredner. Jansen sprach rückblickend von einem „bemerkenswerten Jahr 2015“, einem Jahr mit besonderen Momenten, unbedeutenden und weitreichenden Entscheidungen.

Als größte Herausforderung bezeichnete er die Aufnahme von Flüchtlingen, ein Problem, das die Stadt auch in diesem Jahr noch beschäftigen werde. Aktuell beherberge man in Hückelhoven 780 Flüchtlinge, die Unterbringung erfolge dezentral. Zu den schönen Ereignissen führte der Bürgermeister die Neuansiedlung der Jago AG im Industriepark Rurtal an. Dort werde die aktuell größte Logistikbaustelle Deutschlands auf 190.000 Quadratmetern Fläche mit 800 neuen Arbeitsplätzen entstehen.

Als weitere Höhepunkte führte Bernd Jansen den ersten Spatenstich für die L117n an, die Ansiedlung des Sportfachmarkts „Decathlon“ und die Gestaltung des ehemaligen Zechengeländes rund um den Schacht 3. Das Areal der beiden Sportplätze am Hückelhoven-Center stehe im Fokus von Investoren und Entwicklern für eine weitere attraktive Erweiterung der Innenstadt durch den Einzelhandel.

Den Blick auf die zukünftige Entwicklung der ehemaligen Zechenstadt gerichtet, führte der Bürgermeister aus: „Gemessen an den Krisen in aller Welt haben wir es in Hückelhoven mit überschaubaren Problemen zu tun. Wir haben einen finanziellen Spielraum und gehören damit zu den verbliebenen 30 Prozent der Kommunen in NRW, die einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen können.

Das Handwerk bezeichnete er als „eine tragende Säule der Wirtschaft“. Es sei ein wichtiger Partner. Weiterhin wurde der „zentrale Schwerpunkt Kinderbetreuung und Bildung“ angesprochen, eine „Voraussetzung für Fortkommen und Erfolg“. Bürgermeister Bernd Jansen schloss seine Neujahrsrede mit den Worten: „Für die Stadt Hückelhoven kann es im Jahre 2016 nur heißen, dass sie weiter geradlinig voranschreitet, dass sie Traditionen lebt und Neues wagt, und sie selbst bleibt, entspannt mit einem starken Charakter, mit vielfältigen Gesichtern und viel Charme.“

Gastredner Peter Deckers

Als Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer zu Aachen sprach auf dem Neujahrsempfang Peter Deckers. Trotz eines „hohen Maßes an momentaner Zufriedenheit im Handwerk“ sprach er auch Probleme an. Man habe im Handwerk ein massives Problem mit vielen offenen Ausbildungsplätzen. Und was die „Akademikerproduktion“ anbetreffe, scheine man in Deutschland über das Ziel hinauszuschießen. Bevor der Bürgermeister die Gäste ins Foyer zum Gedankenaustausch entließ, hatte das „Schokoladenorchester“ nochmals seinen großen Auftritt. Sogar der Bürgermeister und dessen Gattin wurden ebenso wie die Gäste mit der Frage konfrontiert, was für eine Frucht in der Schokolade verarbeitet war. Es war schließlich die Himbeere. Die wenigsten hatten es erkannt, viel zu lecker war der Schokoladengenuss.

Ein gelungener Gag beim diesjährigen Neujahrsempfang, der allen Gästen in angenehmer Erinnerung bleiben wird.

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