Neujahrsempfang der SPD: Warnung vor den „Vereinfachern“

Von: Monika Baltes
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SPD-Landtagskandidat Ralf Derichs, Bürgermeister Michael Stock, NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin, SPD-Fraktionschef Ralf Wolters und SPD-Ortsvereinsvorsitzender Rüdiger Birmann beim Neujahrsempfang der Wegberger SPD. Foto: mb

Wegberg-Beeck. Ins Beecker Flachsmuseum hatte der SPD-Ortsverein Wegberg zum Neujahrsempfang eingeladen und wartete mit prominenten Gastrednern auf. „Gutes Timing“ bescheinigte Landtagskandidat Ralf Derichs seinen Wegberger Genossen, denn zwar sei das Jahr 2017 schon fast vier Wochen alt, aber im Hinblick auf die Ereignisse in Berlin sei der Zeitpunkt ideal.

Nur einen Tag nach Bekanntwerden der Kanzlerkandidatur von Martin Schulz blickten Redner und Gäste auf das kommende Jahr, das ein gutes Jahr werden soll, dieses Wahljahr.

„Ihr werdet sehen, die Fakten sprechen für uns“, verwies Ralf Derichs auf die Erfolge der rot-grünen Landesregierung in NRW. Innere Sicherheit und Bildungspolitik stellte er in den Mittelpunkt seiner Rede.

Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes NRW, der anschließend ans Rednerpult trat, beschwor die Grundwerte der SPD: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. „Kein anderes Bundesland hat einen Handwerksminister“, klärte er die Zuhörer auf. Von den rund 750.000 Unternehmen in NRW seien 99,8 Prozent Klein- und Mittelständler, die jungen Menschen mit allen Schulabschlüssen Perspektiven bieten. Die Grundwerte würden nur funktionieren, wenn „wir den Menschen die Chance geben, ein selbstbestimmtes Leben zu führen“.

Vorausschauende Wirtschaftspolitik soll gute Rahmenbedingungen für Unternehmen schaffen, gleicher Lohn für gleiche Arbeit müsse endlich durchgesetzt werden und auch befristeten Arbeitsverträgen sagte er den Kampf an. Eindringlich warnte er vor den „Vereinfachern mit billigen Lösungen, die den Menschen Sand in die Augen streuen“. Mit einem Zitat des frischgebackenen Kanzlerkandidaten Martin Schulz beendete er seine Ausführungen: „Das Bollwerk der Demokratie hat drei Buchstaben: SPD.“

Der Wegberger Bürgermeister Michael Stock hatte Gäste und Redner im historischen Ambiente des Flachsmuseums willkommen geheißen, immerhin sei Beeck so etwas wie der „Boomtown vergangener Zeiten“.

Für den SPD-Ortsverein als Gastgeber war der Vorsitzende Rüdiger Birmann ans Mikrofon getreten. Er rückte das Gemeinwohl, das eben mehr sei als das Wohl vieler Einzelner, in den Focus seiner Betrachtungen. Trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen müsse die Stadt Wegberg in die Zukunft investieren, Chancen ergreifen. Denn „Wegberg kann mehr“, zeigte auch er sich optimistisch.

Von vielen guten Wünschen war der Neujahrsempfang begleitet, vom NRW-Kabinettsmitglied an die Basis, vom Landtagskandidaten an die Genossen, von Mensch zu Mensch. Hinzu gesellten sich die parteispezifischen Wünsche: „Möge der Muttertag, das ist der Tag der NRW-Wahl, auch zum Vatertag werden und der ehemalige Bürgermeister von Würselen Bundeskanzler.“

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