Neujahrsempfang: Corsten schaut optimistisch in die Zukunft

Von: agsb
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Bürgermeister Herbert Corsten (3.v.r.) im Kreise des Gewerbeverbandes Selfkant – gemeinsam blickte man auf gute Zusammenarbeit und voller Zuversicht in die Zukunft. Foto: agsb

Selfkant-Tüddern. Zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft begrüßte Bürgermeister Herbert Corsten im Sitzungssaal des Rathauses Tüddern.

Der Bürgermeister hatte zusammen mit dem Gewerbeverband Selfkant zum Neujahrsempfang geladen. In seiner Rede thematisierte der Bürgermeister zunächst den Glasfaserausbau. Die Deutsche Glasfaser konnte ihr erklärtes Ziel, die Fertigstellung im Selfkant bis Ende 2013, nicht halten. Man hofft nun, die letzten drei Ortschaften mit Süsterseel, Wehr und Hillensberg bis Ende April ans Netz anzuschließen.

„Das Vorhaben der Deutschen Glasfaser, mit den Betrieben in den Gewerbebereichen separate und teurere Verträge zur Versorgung mit dem schnellen Internet zu vereinbaren, stößt bei mir auf völliges Unverständnis. Es kann nicht sein, dass ein zum Beispiel ein Elektrobetrieb Innerorts mit einem kostenlosen Anschluss besser gestellt ist als ein Betrieb, dessen Betriebsgelände sich im Gewerbegebiet befindet“, kritisierte Corsten.

Die Veränderungen in der Schullandschaft waren ein weiterer Punkt in Corstens Rede. Die Fertigstellung des Anbaues am Schulkomplex in Höngen mit Mensa und fünf Klassenräumen für die Gesamtschule schreitet sehr zügig voran. Die Klassenräume sollen bis Ende Februar fertiggestellt sein. Corsten lobte die Einhaltung des Kostenrahmen. Insgesamt wurden im Haushalt 1,3 Millionen Euro bereitgestellt.

Die Hauptschule Gangelt stellte Ende des Schuljahres ihren Betrieb ein. Im Einverständnis der beiden Räte der Gemeinde Gangelt und Selfkant wurde die Aufnahme der Höngener Schüler in Gangelt (bis auslaufend) beschlossen.

In Sachen Haushalt dankte Corsten dem Rat und der Verwaltung für ihren Einsatz. So konnte für den kürzlich erfolgten Haushaltsabschluss 2009 unerwartet ein Überschuss von 500.000 Euro abgeschlossen und der allgemeinen Rücklage zugeführt werden. Der Bürgermeister listete weiter auf, dass seit 2009 rund 10 Millionen Euro an Schlüsselzuweisungen der Landesregierung in der Gemeinde fehlen. Corsten übte starke Kritik an der NRW-Regierung und schüttelte über den Inklusions-Gedanken – in Anbetracht der fehlenden Lehrkräfte in der Region – den Kopf. „Man lässt die Kommunen alleine mit diesem Problem“, beklagte der Bürgermeister und hob nochmals die bisherige ausgezeichnete Arbeit in der Mercatorschule Gangelt hervor.

Keine Kritik gab es beim Thema Gewerbeflächen. Die befänden sich auf einem guten Weg, so Corsten. Nach dem Gewerbegebiet für dörfliches Handwerk am Kreisverkehr Wehr/Hillensberg wurde kürzlich ein ähnliches Gebiet am Kreisverkehr Heilder durch den Rat auf den Weg gebracht. Offen zeigt sich die Gemeinde auch für ein mögliches Gewerbegebiet am Kreisverkehr Süsterseel, eine Gewerbeflächeanalyse der Industrie-und Handelskammer lässt hoffen.

In der Baulandentwicklung sieht der Bürgermeister den Ort Tüddern als Schwerpunkt. Für das Nahversorgungsgebiet „In der Fummer“ wurde vor kurzem eine städtebauliche Entwicklung erstellt. Sie soll aufzeigen, wie der Ort sich in den nächsten fünf-zehn-fünfzehn Jahren entwickeln kann.

Corsten wies außerdem auf die Bergstrasse Hillensberg hin. Hier beginnt der Ausbau in drei bis vier Stufen und wird rund ein Jahr dauern. Für den Durchgangsverkehr wird Hillensberg gesperrt, die Anwohner werden innerorts umgeleitet.

Der Bürgermeister ließ die vielen Feiern und Feste im vergangenen Jahr Revue passieren Vor allem der Festakt „50 Jahre nach Rückführung aus der Auftragsverwaltung der Niederlande“ in Isenbruch ist ihm in Erinnerung geblieben.

Gangolf Scheufen, Vorsitzender des Gewerbeverbandes Selfkant, musste verkünden, dass die sechste Leistungsschau aus organisatorischen Gründen erst im Jahr 2015 stattfinden kann. Dennoch möchte der Gewerbeverband in diesem Jahr noch ein Wellness-Wochenende veranstalten.

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