Hückelhoven - Neues Projekt im Kristallisationspunkt: Selbsthilfe im Repair-Café

Neues Projekt im Kristallisationspunkt: Selbsthilfe im Repair-Café

Von: Von Helmut Wichlatz
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Bernd Jansen, Ideengeber und Initiator Raimund Kissenkötter, Ehrenamtskoordinatorin Petra Hudler, DRK-Geschäftsführer Lothar Terodde und Julie Illner vom DRK-Kristallisationspunkt Hückelhoven. Foto: Wichlatz

Hückelhoven. Reparieren statt Wegwerfen: Das ist ab Anfang April in der Region auch eine Option für Menschen mit den berühmten „zwei linken Händen“. Und wenn die Reparatur auch noch kostenlos und unter fachmännischer Anleitung über die Bühne geht, ist das Angebot noch reizvoller. Einziger „Haken“: Man muss selbst mitmachen.

An der Rheinstraße 103 eröffnet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in seinem Kristallisationspunkt zusammen mit der Stadt das kreisweit erste Repair-Café. Es soll Hilfe zur Selbsthilfe bieten, erläuterte der Initiator Raimund Kissenkötter bei der Vorstellung des Projektes. Die Idee stamme aus dem privaten Umfeld, ergänzte er. „Eine Idee ist schnell formuliert. Doch bei der Umsetzung wird es oft schwieriger.“ Daher sei er froh gewesen, dass er bei Petra Hudler offene Türen einrannte.

Sie ist die Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Hückelhoven und erkannte das Potenzial, das in der an sich einfachen Idee steckt. Dazu gehöre auch, dass Menschen sich kennenlernen und austauschen, erläuterte sie. Im DRK und in Julie Illner hatte sie schnell die richtigen Partner gefunden. Illner leitet den KAI an der Rheinstraße und sieht in dem Café einen weiteren Baustein im Angebot vor Ort. Denn in unmittelbarer Nähe des KAI wohnen auch rund 70 Familien mit Flucht- und Migrationshintergrund. Auch für sie kann das Angebot eine weitere Brücke der Integration sein.

Nicht nur deshalb sei die Stadt mit im Boot, betonte Bürgermeister Bernd Jansen. Das Repair-Café sei auch eine Antwort auf die Wegwerfgesellschaft und rege zum Nachdenken an. Darüber hinaus sei es auch persönlich durchaus befriedigend, einen Gebrauchsgegenstand oder ein Kleidungsstück zu reparieren und nicht wegzuwerfen. Der Wirtschaft und dem Handel in Hückelhoven stehe diese Idee nicht im Wege. An sich seien der kaputte Toaster oder Fön Mittel zum Zweck, um Menschen zusammenzuführen und ein positives Miteinander zu fördern und zu begleiten.

Dies unterstrich auch der DRK-Geschäftsführer Lothar Terodde. Die Institution DRK sei in der Lage, den passenden Raum für das Angebot zur Verfügung zu stellen und den Ehrenamtlern, die ihre Fähigkeiten einbringen, dabei zu helfen. „Dies ist ein ideales Beispiel für die vielfältigen Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements“, betonte er.

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