Neues Programm: Alsmann fehlt Schwung

Von: gp
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Götz Alsmann während seiner Vorstellung in der Hückelhovener Aula. Foto_ Passage

Hückelhoven. Für Götz Alsmann, den Fernsehzuschauern gemeinsam mit Christine Westermann als Moderator der im WDR ausgestrahlten Sendung „Zimmer frei“ bekannt, war ein Abstecher nach Paris von beachtlichem Erfolg gekrönt.

Gemeinsam mit seiner Band hatte der Münsteraner dort die mit Platin ausgezeichnete CD „In Paris“ aufgenommen. Gleichzeitig hatten die Künstler während dieses Abstechers in die französische Metropole zu dieser CD das gleichnamige Erfolgs-live-Programm eingespielt. Anschließend machte sich der Mann mit der markanten Frisur auf in den Big Apple.

Zum Broadway von New York, dem Ort, wo klassische Musicals und unsterbliche Revueschlager seit je her das Rückgrat des „American Songbook“ bilden. Das Ergebnis war für die Musikfans nun in Hückelhoven zu erleben.

Die Texte dieser unsterblichen Kompositionen von Cole Porter, George Gershwin, Jerome Kern und vielen anderen faszinieren das europäische Publikum schon seit Beginn des Jazz-Zeitalters. Weitgehend in Vergessenheit geraten, hat Götz Alsmann, der König des deutschen Jazz-Schlagers, diese Texte aus der Tiefe der Archive ausgegraben.

Hat den Songs den typischen Alsmann-Sound verpasst und gestaltete mit seinen Musikern nun den Abend mit einem Programm, das den Broadway und seine Protagonisten feiert und dem Jazz-Schlager eine weite Dimension eröffnet.

Voll besetzte Ränge

Zur Vorpremiere seiner im Winter 2014 beginnenden Tournee „Broadway“ gastierten Alsmann und Band in der Hückelhovener Aula. Vor voll besetzten Rängen präsentierte der Sänger, Moderator und Unterhaltungskünstler, gemeinsam mit seinen Bandmitgliedern die neue Show.

Im pinkfarbenen Bühnenoutfit und schwarzen Beinkleidern gewandet, zeigten Alsmann und seine Musiker das komplett neue Programm. Doch der promovierte Musikwissenschaftler rief auch immer wieder mit seinen Erzählungen und kurzen Episoden rund um den Broadway den Applaus des Publikums hervor.

Doch nicht nur Alsmann war es, der dieses Programm gestaltete. Markus Paßlick, innerhalb der Band, die allesamt aus hervorragenden Musikern besteht, als Percussionist tätig, verriet dem Publikum mit viel Witz und Charme, ein eigenes Musical schreiben zu wollen. Dabei gab es zur Erheiterung des Publikums immer wieder kleinere Seitenhiebe in Richtung Alsmann. Auch die Stepp- und sonstigen tänzerischen Einlagen des Bongospielers riefen Erheiterung und den Beifall des Publikums her vor.

Allerdings gab es nach dem Ende der Vorstellung auch kritische Kommentare aus dem Publikum. Manch einer der Zuschauer beklagte das „überwiegend eintönige Programm“. Was einigen fehlte, waren offenbar der dynamische Schwung und schnellere Elemente. Ein wenig mehr Temperament hätte die Show schon vertragen können.

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