Neues Konzept: Wassenbergs Markt weihnachtet mehr

Von: Anna Petra Thomas
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Einheitliche, liebevoll dekorierte Holzbuden, frische Tannen mit großen Geschenkpaketen darunter, große Windlichter und offene Feuerkörbe zauberten auf den neuen, kleinen Weihnachts-Marktplatz an der Ecke von Patersgasse und Graf-Gerhard-Straße ein ganz stimmungsvolles Ambiente. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg. Tradition hat er schon eine ganz lange, der Wassenberger Weihnachtsmarkt. Und doch präsentierte er sich in seiner 37. Auflage ganz neu, nicht nur durch seine frühere Eröffnung mit Bürgermeister Manfred Winkens und dem Gewerbevereinsvorsitzenden Georg Hensges bereits am Freitagabend oder das Feuerwerk am Samstag.

Wer den Weg in die Innenstadt durchs Roßtor nahm, musste auf dem Vorplatz schon an allerlei neu platzierten Angeboten fürs leibliche Wohl vorbei. Hinter dem Tor fühlte sich der Besucher weniger in Wassenberg als vielmehr auf dem Adventsmarkt, zu dem einst die Interessengemeinschaft (IG) „Hilfe für krebskranke Kinder“ am ersten Adventswochenende immer rund um die kleine Wallfahrtskirche nach Ophoven eingeladen hatte.

10.000 Euro investiert

Nicht nur Verkaufsbuden hatte die IG selbst hier aufgebaut, sondern auch die Weihnachtsbeleuchtung, die früher in Rot und Gelb den Weg entlang der Ophovener Kirche beschienen hatte, erstrahlte jetzt am Alten Rathaus.

10.000 Euro hatte die Stadt investiert, um dem Roßtorplatz durch weitere, neue Holzbuden ein noch weihnachtlicheres Flair zu geben. Hier gab‘s am Stand des Gewerbevereins die Lose für die Weihnachtsverlosung, und von hier startete auch der kleine Kinderzug der IG wieder zu seinen Rundfahrten, nicht mehr durch Ophoven, sondern jetzt durch Wassenbergs Innenstadt.

Hensges zeigte sich bei der Eröffnung „positiv überrascht“ über die Neugestaltung. Dank sagte er allen voran dem Bürgermeister für die Anschaffung der neuen, kleinen Budenstadt. In den kommenden drei Jahren solle Wassenberg voll sein von vielen Holzbuden, lautete der Plan des Bürgermeisters. „Wir wollen wegkommen vom Trödel – irgendwann“, so sein großer Wunsch. „Und dann soll er mindestens über eine Woche gehen!“ Die Stadt sei stolz auf dieses Ereignis, ebenso wie auf den Schlemmer-Markt, das Mittelalter-Spectaculum und andere mehr. Diese Veranstaltungen würden gebraucht, „damit die Menschen nicht vorbeifahren an Wassenberg“, schloss Winkens. „Denn hier ist es wirklich schön!“ Auf die Zeltstadt in der Parkanlage unterhalb des Bergfrieds hatte der Gewerbeverein verzichtet. Dafür war auf dem Parkplatz des Kachelofenbauers Hermann Flesch nahe der Patersgasse eine ganz neue, kleine Holzbuden-Stadt entstanden, gezimmert ebenfalls von Hubert Sieberichs aus Wassenberg.

Schwer zu finden

Liebevoll dekoriert bis ins Detail fand das von den Fleschs und von Hensges gemeinsam initiierte Ambiente viel Zustimmung bei den Besuchern – die es fanden. Denn leider lag der Platz außerhalb der Vollsperrung für den Verkehr, und so liefen die Wassenberg-Besucher nicht automatisch an dieser Idylle vorbei, über der ein großer Stern schwebte, ebenfalls eine alte Ophovener Tradition.

Ein ähnliches Problem hatte auch Marktplatz Nummer drei auf dem Gelände des ehemaligen Schwimmbads. Angedacht worden war eine Verbindung dorthin mit Markthändlern in der Parkstraße, die jedoch nicht gekommen waren. Gut besucht war hingegen der Stiftsplatz. Besonders die kleinen Besucher zog hier die Jurte der Pfadfinder vom Stamm „Graf Gerhard“ an. Auf offenem Feuer konnten sie sogar ihr eigenes Stockbrot backen.

Dazwischen hatten auch in diesem Jahr wieder viele Markthändler ihre Stände aufgebaut. Sie lockten in sogenannten Lagerverkäufen mit Billigprodukten wie Gürtel, Taschen und Schuhen. Schmuck-Schnäppchenjäger kamen hier ebenso auf ihre Kosten wie diejenigen, die noch Dekorationsmaterial oder einfach nur ein paar warme Socken brauchten.

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