Neues Konzept: Mit Schlittschuhen über den Weihnachtsmarkt

Von: Rainer Herwartz
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Markt Heinsberg
Bald wird der Heinsberger Marktplatz wieder weihnachtlich erstrahlen. Wenn am 25. November der MGV Dremmen zur Eröffnung festliche Lieder anstimmt, wird auch die große Eisbahn erstmals im Zentrum stehen. Foto: Rainer Herwartz
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Stadtverwaltung, Gewerbeverein und Sponsoren glauben, mit der Zusammenlegung von „Heinsberg on Ice“ und Weihnachtsmarkt die Besucherströme besser bündeln zu können.

Heinsberg. Für Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder ist die Zielsetzung schon klar: „Wir werden die Leute hinter dem Ofen hervorholen“, ist der Verwaltungschef sicher. Und nicht nur er glaubt an das neue Konzept, das die Weihnachtszeit in der Kreisstadt noch attraktiver machen soll.

Auch der Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins, Peter Gering, sowie die Vertreter der beiden Hauptsponsoren, Thomas Pennartz, Vorstandschef der Kreissparkasse Heinsberg, und Eduard Sudheimer, Leiter Controlling bei Alliander, stoßen in das selbe Horn. „Ohne sie“, bedankte sich Dieder, „wäre ein solches Vorhaben gar nicht zu stemmen.“ Erstmals werden in diesem Jahr „Heinsberg on Ice“ und der Weihnachtsmarkt zu einer Veranstaltung verschmelzen, die zwei Wochen länger als bislang für weihnachtliches Flair sorgen soll.

„Wir haben in den letzten Jahren festgestellt“, so Dieder bei der Vorstellung der neuen Idee, „dass viele Menschen an der jeweiligen Veranstaltung verhaftet blieben.“ Ein Hin und Her zwischen Eisbahn und Weihnachtsmarkt habe es kaum gegeben. „Deshalb soll nun beides zusammenkommen.“

Die rund 200 Quadratmeter große Eisfläche, die bislang ihren Platz vor dem Rathaus fand, wird künftig also das Zentrum des Weihnachtsmarktes bilden. Und nicht nur das. „Wir wollen auch das Wohlfühlelement verstärken.“ Aus diesem Grund werde es rund um den Bereich der Eisbahn erstmals Überdachungen geben, damit die Besucher selbst bei schlechterem Wetter geschützt einen Glühwein oder die zahlreichen Naschereien genießen können, die der Weihnachtsmarkt so bietet.

In diesem Zusammenhang verwies Peter Gering gleich auf ein weiteres Novum. Denn erstmals werde es in diesem Jahr einen Spezialitätenstand mit Gaumenfreuden wie Gambas oder Flammkuchen geben. Gering betrachtet die Zusammenlegung der beiden Veranstaltungen als „Win-win-Situation“. Dies gelte übrigens auch für die Zusammenarbeit zwischen Gewerbeverein und Stadtverwaltung.

„Als ich hier in Heinsberg als Gewerbevereinsvorsitzender antrat, habe ich mir auf mein Banner geschrieben, den Weihnachtsmarkt zu optimieren.“ Und genau diesem Ziel sei er nun ein großes Stück näher gekommen. Die durch die Zusammenlegung von „Heinsberg on Ice“ und Weihnachtsmarkt gesparten Kosten ließen sich gut in ein attraktiveres Programm stecken.

So würde zum Beispiel am 15. Dezember, dem verkaufsoffenen Sonntag, an dem gleichzeitig das Bürgerfest zur Wiedereröffnung der Bahnlinie Heinsberg – Lindern erfolge, die bekannte Kölner Band „Rabaue“ mit einem schönen Weihnachtsspecial zu sehen und zu hören sein. „Wir freuen und unheimlich auf den diesjährigen Weihnachtsmarkt und sind fest überzeugt, dass es eine tolle Veranstaltung wird“, sagte Gering.

„Für uns ist immer entscheidend, dass unsere Eigentümer, also der Bürger, davon profitiert“, erläuterte Thomas Pennartz den Grund für das Engagement der Kreissparkasse. „Wir wissen, dass die Mittel, die wir zur Verfügung stellen, auch direkt ankommen.“

Letzteres bestätigte auch Eduard Sudheimer von Alliander, der im Hinblick auf die vielen spaßigen Wettkämpfe vom EisDreikampf bis zum Pittermännchencurling meinte: „Wir versuchen, ein schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen und nicht schon in der Vorrunde zu scheitern.“ Das selbe Ziel hat auch die Stadtverwaltung, doch der Bürgermeister war in diesem Punkt weit weniger zuversichtlich als beim Rest der Präsentation. „Ob die Verwaltung im Finale noch dabei ist, weiß ich nicht“, lächelte er verschmitzt. Es habe da wohl im letzten Jahr den einen oder anderen städtischen Wettkämpfer gegeben, der mit dem Curling ein wenig auf Kriegsfuß stand.

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