Neues Holzkreuz für die Högdener Kapelle

Von: Johannes Bindels
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Einweihung und Freude am neuen Kreuz in der Högdener Kapelle: Die Tischlerei Christoph und Martin Knoben in Kirchhoven hat ein neues Holzkreuz gefertigt und gestiftet. Foto: Bindels

Heinsberg-Kirchhoven. Die Freude war Marianne Speis vom Vorstand der Kapellen-Gemeinde der Högdener Kapelle in Kirchhoven anzumerken. Mit ihr erwarteten viele Anwohner, dass mit der Neueinsegnung des neuen Holzkreuzes durch Pfarrer Arnold Houf ein wenig erfreuliches Ereignis nun doch noch ein glückliches Ende finden sollte. Im November vergangenen Jahres war das Holzkreuz mit dem Korpus Christus gestohlen worden.

 „Der Korpus blieb unversehrt, aber das Holzkreuz musste ersetzt werden“, berichtete Marianne Speis. Die Tischlerei Christoph und Martin Knoben in Kirchhoven hat ein neues Holzkreuz gefertigt und gestiftet. „Dafür danken wir im Namen der Gemeinde ganz herzlich“, fügte Speis an.

Seit beinahe 100 Jahren stehe die Kapelle an der heutigen Stelle eines bereits im Jahr 1642 erwähnten Hagelkreuzes. Der mündlichen Überlieferung nach, hätten Eltern aus Dankbarkeit für die glückliche Heimkehr ihrer Söhne aus dem 1. Weltkrieg die Kapelle erbaut, ergänzte Speis.

Fronleichnam war die Högdener Kapelle auch Station der Prozession, die auch gleichsam einen würdigen Rahmen für die Neueinsegnung des Kreuzes darstellte. „Ich treffe den Nerv wohl aller, wenn ich erfreut und dankbar äußere, dass wir Gott-sei-Dank den Herrn am Kreuz wiederhaben“, formulierte Pfarrer Arnold Houf in seiner Ansprache zur Einsegnung. „Und haben sie alle ein wachsames Auge auf unsere Kapelle als Gebetsstelle, damit wir wieder öfter das Gebet an dieser Station wahrnehmen können“, äußerte er seinen Wunsch für die weitere Verwendung.

Mit dem alten Korpus Christi am neuen Holzkreuz steht die Kapelle nun auch in Zukunft wieder als Fronleichnam-Prozessions-Station wieder zur Verfügung, an dem das „Tantum ergo“ gesungen werden kann. Dieser Hymnus besingt das allerheiligste Altarssakrament mit der Verehrung des „Leib Christi“. An der Kapelle wurde es vom Musikverein Kirchhoven unter Leitung von Heinz Gotzen intoniert. Den sakramentalen Segen „Oration“ gab Pfarrer Houf, nachdem zuvor die anwesenden Kommunionkinder die Fürbitten vorgetragen hatten. Bemerkenswert war, dass sowohl das „Tantum ergo“ wie auch der Segen „Oration“ von den zahlreichen anwesenden Gläubigen auf lateinisch mit vorgebracht werden konnten. Eine Kapelle und ihr Kreuz stehen der Bevölkerung für die Ausführung ihres Glaubens wieder zur Verfügung. Ein Innehalten und eine Entschleunigung des Lebens ist jederzeit möglich und eine Tradition findet ihre Fortsetzung.

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