Waldfeucht-Haaren - Neues Gerätehaus für die Feuerwehr: Im Frühjahr geht es los

Neues Gerätehaus für die Feuerwehr: Im Frühjahr geht es los

Von: Daniel Gerhards
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Feuerwehr in Haaren: Das neue Gerätehaus soll im kommenden Frühjahr auf der Wiese gegenüber der Sekundarschule gebaut werden (l.), dafür wird der alte Standort Im Pölert (r.) aufgegeben. Fotos (2): Gerhards Foto: Gerhards
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Feuerwehr in Haaren: Das neue Gerätehaus soll im kommenden Frühjahr auf der Wiese gegenüber der Sekundarschule gebaut werden (l.), dafür wird der alte Standort Im Pölert (r.) aufgegeben. Fotos (2): Gerhards Foto: Gerhards

Waldfeucht-Haaren. Der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Haaren nimmt immer konkretere Züge an. Im Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Waldfeucht stimmte die Politik nun einstimmig einem Neubau mit drei Stellplätzen für Feuerwehrfahrzeuge zu. Es ist davon auszugehen, dass der Gemeinderat diesen Beschluss am Dienstag bestätigt.

Dabei gab es zunächst zwei mögliche Varianten – eine große und eine kleine. Planerin Yildiz Kus vom Büro VDH aus Erkelenz stellte eine Variante mit drei Stellplätzen für Feuerwehrfahrzeuge und eine mit zwei solcher Stellplätze vor. Weil die geschätzten Baukosten relativ nah beieinanderliegen, folgte der Ausschuss dem Vorschlag der Verwaltung, sich für die große Lösung zu entscheiden.

Der Bau mit drei Stellplätzen soll 1,032 Millionen Euro kosten, bei nur zwei Stellplätzen hätte das Planungsbüro mit gut 978.000 Euro kalkuliert. Hinzu kommen Baunebenkosten, die schätzungsweise 25 Prozent der Baukosten betragen.

Zwar sehe der Brandschutzbedarfsplan nur ein Gerätehaus mit zwei Stellplätzen vor, allerdings wolle man sich mit dem größeren Bau für die Zukunft rüsten, sagte Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen (CDU). Die zusätzlichen 70.000 Euro seien in diesem Sinne gut investiertes Geld.

„Wie auch die Errichtung von neuen Feuerwehrgerätehäusern in Nachbarkommunen zeigt, ist es durchaus sinnvoll, bei Neuplanungen eine gewisse Reserve im Bereich der Stellplätze vorzusehen“, teilte die Verwaltung dazu mit. Schließlich müsse man beim Bau des Gerätehauses schon jetzt an die kommenden 30 bis 50 Jahre denken, sagte Schrammen.

Baustart im Frühjahr 2018

Der Bau des Gerätehauses solle bereit im Frühjahr des kommenden Jahres beginnen, sagte Schrammen. Die Verwaltung will alsbald einen Bauantrag stellen.

Die Halle mit den drei Stellplätzen soll als Stahlgerüstkonstruktion mit sogenannten Sandwichpaneelen und roten Rolltoren gebaut werden. Der Rest des Gebäudes sei als dunkel verklinkerter Massivbau geplant. In diesem Gebäudeteil würden getrennte Umkleiden und Sanitärräume für 50 Wehrleute, ein Atemschutzlager, ein Jugend- und Bereitschaftsraum, ein Schulungsraum und ein Lagerraum untergebracht.

Beim Standort hatten sich Gemeinde und Rat vor einiger Zeit auf die Wiesenfläche gegenüber der Haarener Schule festgelegt. Wegen dieser Lage bringt der Standort ein gewisses Konfliktpotenzial mit sich. Das zeigen die Erfahrungen in Wassenberg-Myhl, wo der Plan, ein neues Gerätehaus in unmittelbarer Nähe zur Grundschule zu bauen, heftig kritisiert wurde.

Ein solcher Gegenwind ist in Haaren bislang nicht auszumachen. Schrammen sagte, dass der neue Standort in Sachen Sicherheit sogar eine Verbesserung bringe. Das Gerätehaus an der Straße Im Pölert liege an einer sehr engen Stelle, wo Kinder und Fußgänger nur schwer ausweichen könnten. Gegenüber der Schule wolle man den Platz vor dem Gerätehaus weitläufiger gestalten. Auch die Haarener Straße solle großzügiger und übersichtlicher werden, zudem soll am Hirtenweg ein Gehweg angelegt werden.

„Wenn die Verkehrsinseln weg sind, wird der Verkehrsraum unheimlich breit und großzügig sein“, sagte Schrammen. Das reduziere das Konfliktpotenzial von Schülern, Bussen, ankommenden Feuerwehrleuten und ausrückenden Löschfahrzeugen. Anfang kommender Woche soll es ein Gespräch von Gemeindeverwaltung und der Leitung der Sekundarschule geben, sagte Schulleiterin Karin Leuffen-Obermann.

Die Straßen könne die Gemeinde auch umbauen, weil der Kanal im Hirtenweg und in der Haarener Straße ohnehin sanierungsbedürftig sei. Die Sanierung war eigentlich für 2019 bzw. 2020 geplant, werde aber vorgezogen.

Was mit dem alten Haarener Gerätehaus passiert, sei bislang noch nicht klar, sagte Schrammen. Damit wolle man sich befassen, wenn das neue Gebäude fertig ist.

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