Neues Fahrzeug macht Einsatz von Löschschaum einfacher

Von: Anna Petra Thomas
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Wehrleiter Ralf Wählen (3.v.l) übergab den Schlüssel für das neue HLF 20 an Löschgruppenleiter Jörg Zeitzen (3.v.r.). Mit dabei Ortsvorsteher Albert Heitzer und Bürgermeister Wolfgang Dieder (von links), Kreisbrandmeister Klaus Bodden (Mitte) und eine Ehrenformation der Löschgruppe Dremmen. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Dremmen. „Danke für 29 Jahre!“ So stand es gleich zwei Mal auf dem LF 16, dem Fahrzeug der Dremmener Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Heinsberg, das jetzt ausgedient hat.

In einem feierlichen Akt übergab Bürgermeister Wolfgang Dieder vor der Mehrzweckhalle das neue Hilfeleistungs-Löschgruppen-Fahrzeug (HLF) 20 zunächst an Wehrleiter Ralf Wählen, der den Schlüssel dann an Löschgruppenleiter Jörg Zeitzen weiterreichte.

Zuvor hatte zunächst Pfarrer Bernhard Steffes das neue Fahrzeug gesegnet. Anders als im Markus-Evangelium gehört, gehe es bei den Einsätzen der Feuerwehrkameraden gerade nicht um Rangordnung, betonte der Pfarrer. „Hier muss sich einer auf den anderen wie auf sich selbst verlassen können.“ Zusätzlich segnete er auch eine Christophorus-Medaille, die jetzt im neuen Fahrzeug einen Platz finden wird.

Neben solider Ausbildung und richtiger Einsatzstruktur brauche die Feuerwehr auch eine moderne technische Ausrüstung zur Brandbekämpfung und für die technische Hilfeleistung, betonte der Bürgermeister in seiner Rede. Trotz angespannter Haushaltssituation habe sich die Stadt dies zum Maßstab gemacht.

Bereits 2012 habe der Rat mit der Verabschiedung des Brandschutzbedarfsplanes diese Neuanschaffung im Wert von rund 370.000 Euro für die Dremmener Löschgruppe beschlossen. Dank des neuen Fahrzeugs, das neun Feuerwehrkameraden Platz biete, könne eine Gruppe am Einsatzort sehr effizient arbeiten, bis eventuell weiter benötigte Einsatzkräfte nachgerückt seien.

„Das neue Einsatzfahrzeug kann Ihnen die Arbeit zwar nicht abnehmen“, erklärte Dieder zum Schluss direkt an die anwesenden Feuerwehrleute gewandt, aber es bedeute „eine nicht unwesentliche Erleichterung“ und auch „ein großes Stück mehr Sicherheit.“

Ortsvorsteher Albert Heitzer lobte das ehrenamtliche Engagement in der Feuerwehr. „Sie gehen wortwörtlich für uns durchs Feuer!“, betonte er und wies daraufhin, dass die Dremmener Löschgruppe mit ihrer Nähe zur Autobahn 46 eine ganz besondere Verantwortung übernehme.

Das neue Fahrzeug sei zwar schön, aber darum gehe es gar nicht, erklärte Kreisbrandmeister Klaus Bodden. „Es ist ein gutes Werkzeug.“ Des finanziellen Spagats dafür sei er sich bewusst. „Aber Sicherheit kostet nun mal Geld.“ Er könne der Stadt Heinsberg attestieren, dass sie ihre Zielsetzung voll umfänglich erreicht habe“, fuhr er fort. „Aber das zeigt zugleich, dass es Handlungsbedarf gab – und auch noch gibt!“

Wählen ging auf die wesentlichen Ausstattungsmerkmale ein mit einer Aufnahmekapazität für neun Feuerwehrleute und vier, in die Kabine eingebaute Atemschutzgeräte, die schon während der Fahrt angelegt werden können. Hinzu kommen eine Umfeldbeleuchtung inklusive LED-Mast, ein Löschwassertank für 2000 Liter, eine Pumpe mit einer Förderkapazität von bis zu 3000 Litern pro Minute.

Nicht zu vergessen eine integrierte Mischanlage und ein Tank für 200 Liter Schaummittel. „Dadurch wird die Abgabe von Löschschaum oder das Einsetzen als Netzmittel erheblich vereinfacht und kann ohne viel Aufwand vom Maschinisten übernommen werden“, freute sich Wählen. Schließlich verfüge das neue Fahrzeug über eine Zugeinrichtung, die Einsatzmöglichkeiten in der technischen Hilfeleistung erheblich erweitere.

„Dem Fahrzeug wünsche ich eine rege Inanspruchnahme bei Übungen und möglichst wenig Einsätze“, schloss er seine Rede.

Dr. Hans Josef Voßenkaul dankte im Namen der Dremmener Löschgruppe schließlich allen, die zum Festakt gekommen waren. „Wir haben jetzt eine Menge Arbeit vor uns“, sagte er mit Blick auf die bevorstehenden Übungsstunden, die notwendig sind, um den Umgang mit neuem Fahrzeug und Gerät zu erlernen.

Zwei Tage lang hatten die Dremmener Gelegenheit, das neue Gefährt zu bestaunen und sich alles an Bord in Ruhe erklären zu lassen, begleitet von Frühschoppen, Cafeteria und Spezialitäten vom Grill. Der Musik-Verein am ersten sowie das Trommler- und Pfeiferkorps am zweiten Tag sorgten für musikalische Unterhaltung.

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