Heinsberg-Kempen - Neues Bühnenbild der Kempener: In die Tiefe des Meeres tauchen

Neues Bühnenbild der Kempener: In die Tiefe des Meeres tauchen

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
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Ihre freien Wochenenden verbringen die fleißigen Kempener Bühnenbauer mit der Realisierung einer Unterwasserwelt für den Mottoabend der KG Kemper Gröne. Dabei entstehen schöne Unterwasserwesen.
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Karnevalsvorbereitungen in Kempen: Die kleine, bunte Meerestierwelt kann sich schon sehen lassen und wird bis zum Mottoabend noch fleißig erweitert.

Heinsberg-Kempen. Mit Spannung warten die Freunde des Kempener Mottokarnevals seit Sessionsbeginn auf das neue Thema für den Mottoabend der KG Kemper Gröne am Karnevalsfreitag, 24. Februar. Gilt es doch für die Fangemeinde aus dem ganzen Heinsberger Land schon aus Tradition, immer im passenden Kostüm dabei zu sein.

Jetzt haben Thomas Goertz und seine Mitstreiter im Team der Bühnenbauer das Geheimnis gelüftet: In die Welt unter Wasser wollen sie die Besucher im passend dekorierten Festzelt entführen, in dieser und in der nächsten Session. Kempens Motto gilt nämlich immer für zwei Jahre, damit sich die viele Arbeit und der Kauf passender Kostüme auch lohnen.

Riesige Dekoration

„Wir haben lange hin und her überlegt“, sagt Goertz. Ins Weltall habe man die Jecken schon entführt, da könne man doch auch mal unter die Wasseroberfläche abtauchen, sei dann die Idee gewesen, die alle überzeugt habe. An die ersten Pläne machten sich die Arbeiter im Kernteam schon im vergangenen Sommer. Dazu gehören neben dem Teamchef noch Hartmut Jütten, Herbert Jansen sowie Michael und Anja Schröder.

Jetzt haben die Bauarbeiten an der riesigen Dekoration begonnen, jedoch nicht wie früher an den Einzelteilen im Keller der Bühnenbauer. Erstmals steht ihnen in diesem Jahr eine große Halle im Heinsberger Industrie- und Gewerbegebiet zur Verfügung. Dort können sie die gesamte Dekoration fertig bauen und müssen dann „nur noch“ damit ins Festzelt umziehen. Dafür sind nur wenige Tage Zeit nach der Galasitzung eine Woche vor Karneval.

Vier zentrale Elemente soll die Unterwasser-Landschaft haben, wie Goertz erklärt. Da wäre zunächst auf der rechten Seite des Zelts ein riesiges Korallenriff, dessen Form sich schon in ersten Styropor-Blöcken zeigt. Sie sind in etwa einen Meter breite Module unterteilt, so dass sie nachher auch noch transportabel sind. Die Stirnwand des Festzelts ist für eine riesige Videoleinwand mit Filmaufnahmen aus der Unterwasserwelt vorgesehen.

Weiter geht es links mit der Welt der Zeichentrickfilme, die unter Wasser spielen. „Wir haben das Thema dieses Mal etwas weiter gefasst zugunsten der Kostümvielfalt“, erklärt Goertz und schmunzelt: „Soll ja nicht jeder als Taucher kommen müssen.“ Viertes Element wird schließlich die Bühne für die Musiker sein. Mitten im Zelt wird sie stehen, in Form eines versunkenen Schiffswracks.

Während die Männer am Aufbau werkeln, sind die Frauen eine Etage höher mit der eher feinen Bastelei befasst. Eine bunte Tierwelt ist da schon zusammengekommen. Tintenfisch, Delfin und Seepferdchen tummeln sich dort. Stolz ist Anja Schröder auf ihren Kugelfisch, der als erster entstand, mit Stacheln aus Zahnstochern. „Am Anfang wollte ich die Fische alle ganz originalgetreu basteln“, sagt sie. Doch inzwischen bastelt sie die Tiere, die das Zelt schmücken sollen, wie ihre Mitstreiterinnen auch, frei nach ihrer Fantasie.

Die Materialien, aus denen diese Wesen entstehen, sind zum Beispiel aufgeblasene Luftballons, ausgediente Plastikflaschen oder -dosen in allen Variationen. Sie werden mit Zeitungspapier und Kreppband umwickelt, bis die gewünschte Form erreicht ist. Darauf kommt dann eine Lage Weiß von der Küchenrolle, „damit sich‘s gut bemalen lässt“, sagt Anja Schröder. Und fertig ist der nächste Kempener Meeresbewohner. Beim Blick auf die Tiere fielen ihr immer wieder neue ein, die sie gerne noch basteln würde: „ein Seestern noch und eine Meeresschildkröte.“

So ist zum Beispiel aus dem Gerippe eines alten Regenschirmes mit Hilfe bunt schimmernder Geschenkfolie eine große Qualle entstanden. Sogar die Fischernetze sind von Hand gehäkelt. „Wir versuchen, wo immer es geht, vorhandene Materialien wiederzuverwenden“, sagt Goertz, der seit Monaten seine Freizeit für dieses neue Projekt verwendet. Was ihn dazu motiviert? „Wenn ich an dem Abend sehe, dass es den Besuchern bei uns gefällt und dass sie Spaß haben ‚unter Wasser‘, dann ist das für mich das Größte“, sagt er.

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