Neuer Mutter-Kind-Sprachkurs macht Frauen für den Alltag fit

Von: Anna Petra Thomas
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Deutsch lernen, während der Nachwuchs betreut wird: Das bietet ein neuer Kurs von Amos und dem Katholischem Forum in Oberbruch. Geleitet wird der Kurs von Heike Geiser (rechts). Beatrix Karger (3.v.l.) unterstützt sie ehrenamtlich. Martina Netzer-Kehren (4.v.r.) ist derweil für die Kinderbetreuung zuständig. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Oberbruch. Beide Daumen reckt Nahed Sharabatt nach oben als Antwort auf die Frage, wie es ihr an diesem Morgen gefällt beim Kurs im Jugendzentrum Ulli Elch. Gut sprechen kann sie die deutsche Sprache noch nicht. Sie zu lernen, dazu ist sie heute Morgen hierhergekommen, zusammen mit ihrem kleinen, zwei Jahre alten Sohn Sisou.

Während Mutter Nahed mit Heike Geiser und Beatrix Karger fleißig Deutsch lernt, kümmert sich Martina Netzer-Kehren um ihren Sohn. Dieser Mutter-Kind-Sprachkurs ist das jüngste gemeinsame Angebot des Vereins Amos, ein Projekt gegen Armut und Arbeitslosigkeit, und des Katholischen Forums vor allem für Frauen mit kleinen Kindern, die ansonsten gar keine Gelegenheit hätten, die deutsche Sprache zu lernen. Genau richtig also für Frauen wie Nahed Sharabatt, die ansonsten in ihrem Alltag zu Hause mit ihrem Kleinkind eher isoliert bliebe.

Heike Geiser hat schon Erfahrung in der Leitung von Sprachkursen für Flüchtlinge. Sie war bisher in Haaren ehrenamtlich tätig. Dank der ehrenamtlichen Unterstützung durch Beatrix Karger kann sie hier in Oberbruch zweigleisig fahren und sowohl mit Anfängerinnen arbeiten als auch mit Frauen, die schon etwas Deutsch sprechen. Vor allem Alltagssituationen will Heike Geiser mit den Frauen nachspielen, um ihnen die Angst zu nehmen oder sie auch für andere Kurse vorzubereiten, etwa auf den Besuch eines Integrationskurses. „Vor allem aber kommen diese Frauen einfach mal raus“, sagt Heike Geiser.

Seit gut einem Jahr, seit verstärkt Flüchtlinge aus Kriegsregionen nach Deutschland kommen, hat auch der Oberbrucher Verein Amos als Projekt gegen Armut und Arbeitslosigkeit sein Engagement für diese Menschen verstärkt. Parallel dazu wurden Ehrenamtler in gemeinsam mit dem Katholischen Forum angebotenen Kursen zu Flüchtlingshelfern ausgebildet. Zusätzlich gibt es inzwischen das Café International, in dem sich einmal in der Woche nachmittags Flüchtlinge und Helfer treffen können, um sich miteinander auszutauschen.

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