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Neuer Glanz für den Dorfplatz in Havert

Von: agsb
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Der Dorfplatz in Havert erstrahlt nun in neuem Glanz. Er ist ein Schmuckstück in der Gemeinde Selfkant. Foto: agsb
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Große Beteiligung: Beim Festakt auf dem neugestalteten Platz war jede Menge los. Foto: agsb

Selfkant-Havert. „Vor fast 20 Jahren wurde das erste Mal über eine Änderung des Dorfplatzes diskutiert“, begann Ortsvorsteher Heinz-Josef Dahlmanns seine Festrede. Er musste schmunzeln. Damals sei man zu keinem Ergebnis gekommen. Mit den Jahren sei das Thema Dorfplatz beiseite geschoben worden.

Als sich dann der Zustand des Dorfplatzes vor der Pfarrkirche verschlechtert habe, wurden 2014 die Gespräche wieder aufgenommen – und diesmal Nägel mit Köpfen gemacht, wie Dahlmanns betonte. Denn: Es wurde sogar eine Interessengemeinschaft (IG) Dorfplatz gegründet, diese nahm die Angelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes in die Hand.

Aus einer Bürgerversammlung heraus kamen viele Ideen und Anregungen. Die IG schritt zur Tat und mobilisierte weitere Einwohner. Der Start war schweißtreibend, so musste eine rund 24 Meter lange Betonmauer mit schwerem Gerät entfernt werden. Zudem wurde ein zweiter Treppenaufgang gewünscht. Unter anderem wurde der Platz neu gepflastert und verfugt. Insgesamt wurden insgesamt 70 Meter Mauerabdeckung aufgeklebt. Vier schwere Stelen (je 600 Kilo) wurden eigens als Platzhalter für sieben Vereinswappen aufgestellt. Eine mehr als 100 Jahre alte Pumpe mit Becken wurde ebenfalls an zwei neuen Stelen angebracht. Fünf dreistrahlige Lampen wurden installiert. Mit dem Wasserwerk in Gangelt wurde vereinbart, dass ein separater Wasseranschluss gelegt wird.

Ferner war es Anliegen vieler, dass auf dem Platz ausreichend Sitzmöglichkeiten angebracht werden: Zwei große Bänke und fünf Einzelsitze verschönern den Dorfplatz und laden zum Verweilen ein. Das Kernstück des Dorfplatzes ist die „Volksschule“. Es wurde eine Konstruktion aus Metall und Holz als Darstellung der 1968 abgerissenen Volksschule aufgestellt. Unmittelbar dahinter steht eine Tafel, Anfang nächsten Jahres wird auch die dazugehörige Schulbank aufgestellt. Ein Informationstafel über die Geschichte der Schule rundet das schicke Bild ab.

Dank und Anerkennung

Ortsvorsteher Heinz-Josef Dahlmanns bedankte sich bei allen, die geholfen und gespendet haben, besonders auch beim Rat der Gemeinde für die finanzielle Unterstützung. Einen besonderen Dank im Namen aller richtete Dahlmanns an den Motor der Interessengemeinschaft, Kunibert Latour. „Ohne deinen Einsatz wäre es bestimmt wieder nichts geworden“, sagte Dahlmanns unter großem Applaus. Kunibert Latour lobte die großartige Dorfgemeinschaft und dankte besonders Paul Beckers, Heinz-Josef Dahlmanns, Karl Fijen, Lorenz Küsters, Heinz Neutgens und Alex Schmitz, Peter Jung, Josef Merkenbach, Georg Schartmann und dem Senioren-Team Josef „Jof“ Beckers und Willi Ströckens aus Stein.

„Insgesamt haben 32 Personen bei der Neugestaltung des Dorfplatzes geholfen“, betonte Latour. Auch dankte er dem Bauhof der Gemeinde, den Firmen Norbert Rongen, Werner Krewel, Reiner Tulodetzki, Ludwig Busch und Söhne sowie der Guido Meurers – sie alle stellten sich in den Dienst des Ortes. Ein Extralob und kräftigen Applaus gab es für die direkten Nachbarn Meurers und Neutgens, die Woche für Woche die „Bauarbeiter“ versorgt hatten.

Bürgermeister Herbert Corsten sprach seine Anerkennung für die Leistungen der engagierten Bürger aus. Die Gestaltung des Platzes sei prima gelungen. „Dies kann jedoch nur funktionieren, wenn viele mitmachen und die notwendige Neugestaltung von allen getragen wird“, so der Bürgermeister, der dem Ortsvorsteher noch ein Geldpräsent für weitere notwendige Bodenplatten übergab.

Anschließend schmückten Kinder der Westzipfelschule zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr den Weihnachtsbaum. Als gegen 18 Uhr die Beleuchtung mit rund 1500 Lichtern angeschaltet wurde, lachte das Herz aller und der Dorfplatz strahlte noch mehr im Glanz der Lichter.

Das Trommler- und Pfeiferkorps Edelweiß sowie der Kirchenchor St. Cäcilia Havert gestalteten musikalisch diesen Festakt, anschließend wurde im Schützenheim weiter gefeiert.

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