Neuer Behindertenbeauftragter in der Stadt unterwegs

Von: Helmut Wichlatz
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Zählen weiterhin zu den Baustellen für den Erkelenzer Behindertenbeauftragten: der Bahnhof... Foto: Stefan Klassen
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...und die Treppe an der Post. Foto: Stefan Klassen
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Der Behindertenbeauftragte Andreas Ullmann im Gespräch mit Norbert Voigt. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Andreas Ullmann lernt derzeit viele Menschen kennen. Der neue Behindertenbeauftragte der Stadt ist unterwegs auf der Vorstellungstour in Einrichtungen, Vereinen, Parteien und Gruppen. Man soll ihn schließlich kennen, lautet sein Motto. Seit Anfang des Jahres ist er in Ehrenamt und Würden.

Einer seiner Vorstellungstermine führte ihn nun in den Multiraum im Keller der Lebenshilfe-Einrichtung Inclusio. Dort an der Südpromenade hat nämlich das „Kleinstadtrevier“ sein provisorisches Aufnahmestudio. Die Gruppe besteht aus Menschen mit und ohne Behinderung und setzt sich für die einfache Kommunikation ein, also Nachrichten und Berichte in einfacher Sprache. Der Besuch des Behindertenbeauftragten wurde natürlich auch mit der Kamera aufgezeichnet und befindet sich gerade im Schnitt...

Moderator Norbert Voigt sitzt im Rollstuhl und ist auch außerhalb der Gruppe für die Belange von Menschen mit Behinderung aktiv. Gemeinsam mit Josef Giebel stellte er Ullmann vor und gleich noch ein paar Fragen hinterher. Ullmann erläuterte, dass er in Erkelenz Ansprechpartner für rund zehn Prozent der Bevölkerung sei. Denn 4686 Bürger haben einen attestierten Grad der Behinderung von mindestens 50 Prozent. „Das mache ich alles selber“, antwortete er auf die Frage nach Mitarbeitern. Seit Anfang Januar habe er die Zeit, um sich voll der neuen Aufgabe zu widmen, erklärte Ullmann. Und dazu gehöre, dass er sich vor Ort von möglichst allem ein eigenes Bild macht.

„Pseudoparkplatz“

Zum Beispiel vor dem Inclusio, wo am Anfang der Wilhelmstraße ein Behindertenparkplatz ausgewiesen ist. Den bezeichnete er als „Pseudoparkplatz“, mit dem einer Vorschrift genüge geleistet worden sei. „Denn eine ungünstigere Stelle für einen Behindertenparkplatz kann man sich kaum aussuchen“, erklärte er.

Ein weiteres Reizthema ist der Erkelenzer Bahnhof. Auch hier sei er im Gespräch mit der Deutschen Bahn, um zum Beispiel eine ordentliche Beschilderung des barrierefreien Weges zu den Gleisen zu erreichen. In der Tiefgarage der Kreissparkasse wurde auf seinen Vorschlag hin der Weg zum Aufzug besser ausgeschildert. Eine „ewige Baustelle“ sei der Aufzug an der Treppe zur Post.

Doch auch in den Altenheimen der Stadt ist Ullmann derzeit unterwegs, um sich ein Bild zu machen. „Oft sind es Kleinigkeiten, die auch ebenso schnell beseitigt werden können“, erklärte er. „Doch es geht nicht alles.“ Da müsse auch seitens der Betroffenen Akzeptanz aufgebaut werden. „Eine Lösung, die allen gerecht wird, gibt es wohl nicht“, sagte Ullmann. „Ich suche immer den besten Mittelweg.“

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