Neuer Behindertenbeauftrager: Zuhören und umsetzen

Von: hewi
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„Schnelle Wege nach oben aufbauen“: der neue Behindertenbeauftragte Andreas Ullmann und Bürgermeister Peter Jansen. Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Andreas Ullmann ist der neue Behindertenbeauftragte der Stadt. Ullmann beerbt Peter Wild, der das Amt nach vier Jahren im vergangenen Sommer aus persönlichen Gründen niederlegen musste. „Ein neuer Beauftragter stand bei uns auf der Agenda“, betont Bürgermeister Peter Jansen.

Nach der Ausschreibung hatten sich fünf Kandidaten um die ehrenamtliche Stelle beworben, mit der zwischen Verwaltung und Bürgern mit Behinderungen vermittelt werden soll. „Ullmann bringt alles mit, was man braucht“, sagt Jansen. 34 Jahre lang war er leitender Mitarbeiter einer Krankenkasse und hat unter anderem auch als Schöffe, ehrenamtlicher Richter und Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung Erfahrungen gesammelt.

Die Aufgabenfelder, die Ullmann betreuen wird, hätten sich in den vergangenen Jahren herauskristallisiert, erklärt Jansen. Daher sei die Stelle in Erkelenz bedarfsorientiert ausgerichtet. Der Behindertenbeauftragte sei Wegweiser für Menschen mit Behinderung und nehme gleichzeitig Themen und Ideen auf. Dafür müsse man „Systemerfahrungen“ mitbringen. Dies treffe bei Ullmann zu. In der Verwaltung sei die Besetzung der Stelle mit viel Interesse zur Kenntnis genommen worden, denn in vielen Fachbereichen seien Andockpunkte für Ullmann und seine Mitarbeit gegeben.

In den vergangenen Wochen habe er schon viele Akteure in Erkelenz und vor allem in der Verwaltung kennengelernt, betont Ullmann. „Ich habe ein straffes Besuchsprogramm, das ich absolvieren möchte“, erklärt er. Sein Ziel ist die Schaffung eines Netzwerks mit den Verbänden, dem Teilhabekreis, Initiativen und Betroffenen. Auch „nach oben“ möchte er schnelle Wege aufbauen, betont er.

Durch seine langjährige berufliche Erfahrung kennt er in vielen Behörden auf Landesebene die Ansprechpartner, auf die es ankommt. Ullmann will nicht nur auf die regelmäßigen Sprechstunden im Rathaus beschränkt sei, um mit den Menschen in Kontakt zu kommen: „Man kann mich jederzeit ansprechen. Themen dürfen sich nicht zu Problemen anstauen.“ Ein Teil seiner Aufgabe werde auch sein, „zwischen Wollen und Können“ zu vermitteln. Was jedoch möglich sei, das müsse auch umgesetzt werden.

Der Stadt sprach er ein Lob aus. Gegenüber den Belangen von Menschen mit Behinderungen herrsche in der Verwaltung eine große Offenheit.

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