Neue Warnkleidung für engagierte Elternlotsen

Von: Helmut Wichlatz
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Verkehrsdetektive und Elternlotsen sorgen für einen sicheren Schulweg in Kückhoven. Foto: Wichlatz

Erkelenz-Kückhoven. In ihren gelben Jacken und Westen sind sie nicht zu übersehen. Die Elternlotsen der Gemeinschaftsgrundschule stecken zukünftig in leuchtend gelben Jacken, wenn sie um halb acht morgens ihren halbstündigen Dienst antreten.

Ihr Revier ist die Katzemer Straße Ecke Thingstraße und Bellinghovener Weg. Dort sorgen sie dafür, dass die Grundschüler die viel befahrene Straße sicher überqueren können.

Johannes Kiwipp von der Kreis- Verkehrswacht übergab ihnen bei einer Sicherheitseinführung in der Schule neue Warnwesten, Schirmmützen und Wetterschutzjacken. „Gerade jetzt zu Beginn der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, dass die Lotsen gut ausgestattet und zu sehen sind“, betonte Schulleiterin Ortrud Hoens. Die alte Sicherheitsausrüstung, die 15 Jahre lang im Einsatz war, wurde ausgemustert und durch eine neue und auffälligere Kleidung ersetzt.

Warnkleidung ist auch für die Grundschüler in Kückhoven ein Muss. Mit der Einschulung erhalten die I-Dötzchen ihre reflektierenden Warnwesten, die sie als „Verkehrsdetektive“ auszeichnen. Bevor sie sich jedoch so nennen können, bekommen sie zuerst vom Bezirksbeamten Frank Sawitzki der Polizei eine Schulung, wie man sich als Fußgänger im Straßenverkehr verhalten muss.

Die neuen Elternlotsen hat Wolfgang Dübgen aus der Elternschaft rekrutiert. Derzeit sind es neun Eltern, die sich den morgendlichen Dienst teilen. „Ich konnte auch einen Bestand von sechs Eltern zurückgreifen“, erklärte Dübgen. Besonders erfreulich sei dabei gewesen, dass einige der Lotsen längst keine Kinder mehr an der Kückhovener Grundschule haben. „Trotzdem machen sie mit, denn sie sind sich der Gefahr für die Kinder bewusst“, erklärte er. Das kann auch Frank Krienen bestätigen. „Einige kommen hier schon mit ziemlichem Karacho angefahren“, betonte er. Seine Tochter ist im zweiten Schuljahr und hat die Einführung bei Frank Sawitzki schon hinter sich. Trotzdem ist es dem Vater lieber, wenn an der gefährlichen Stelle jeden Morgen ein Elternlotse steht, der aufpasst. Sabrina Schleuter ist eine der Lotsinnen. Sie ist überzeugt, dass die Warnwesten wirken. „Wenn die Autofahrer uns von weitem sehen, bremsen sie schon ab“, sagte sie. Doch die Einsicht hält nicht lange an.

Die Verkehrserziehung und die Elternlotsen hätten dazu beigetragen, dass es auf der Katzemer Straße schon seit Jahren keinen Unfall mehr mit Schulkindern gegeben habe, erklärte Hoens. Damit das so bleibt, stehen die Elternlotsen bei Wind und Wetter an der Straße und passen auf.

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