Neue Verkehrsführung in der Innenstadt im Gespräch

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
11171881.jpg
Fahren die Autos auf der Kölner Straße (großes Bild) künftig in die entgegengesetzte Richtung? (v.l.) Christoph Moll (FW/UWG), Frank Rucman (Gewerbering), Werner Krahe (FDP) und Rainer Merkens (CDU) fordern, die Verkehrssituation in der Innenstadt zu überdenken. Fotos (2): Helmut Wichlatz Foto: Helmut Wichlatz
11173810.jpg
Fahren die Autos auf der Kölner Straße (großes Bild) künftig in die entgegengesetzte Richtung? (v.l.) Christoph Moll (FW/UWG), Frank Rucman (Gewerbering), Werner Krahe (FDP) und Rainer Merkens (CDU) fordern, die Verkehrssituation in der Innenstadt zu überdenken. Fotos (2): Helmut Wichlatz Foto: Helmut Wichlatz

Erkelenz. Die drei Ratsfraktionen CDU, FDP und Freie Wähler /UWG haben sich zu gemeinsamem Handeln entschlossen, um den zunehmenden Parkdruck auf der Kölner Straße zu entschärfen und den Verkehrsfluss in diesem Bereich der Innenstadt zu regulieren.

Die drei Ratsfraktionen haben ihre Vorhaben zunächst in drei Anträgen zusammengefasst. Vorangegangen waren intensive Gespräche mit dem Gewerbering, der die Parkplatzsituation in der Innenstadt seit Jahren kritisiert und auf entsprechende Maßnahmen drängt.

Im Eiltempo durch den Rat bringen

Der erste Antrag befasst sich mit der Parkplatzsituation auf der Kölner Straße, die der FDP-Fraktionsvorsitzende Werner Krahe als „unübersichtlich und unbefriedigend“ bezeichnet. Insgesamt elf zusätzliche Parkplätze könnten auf der Kölner Straße in Höhe der Hausnummer 38 entstehen. Dort sei die Straße breit genug, um die Parkplätze nicht wie bisher parallel zur Fahrbahn sondern senkrecht dazu anzuordnen.

Auch sollten die Parkflächen so gekennzeichnet sein, dass ein oftmals unbeabsichtigtes Wildparken verhindert werde. Darin sind sich auch Rainer Merkens von der CDU und sein Ratskollege Christoph Moll von den Freien Wählern einig. Gemeinsam mit der FDP haben sie 26 der 49 Ratsmandate. Trotzdem wolle man die Anträge nicht im Eiltempo durch den Rat bringen. Vielmehr sollen die Anträge erst im Frühjahr 2016 beraten werden, damit auch die anderen Fraktionen Zeit hätten, sich damit zu befassen.

Kölner Tor einseitig öffnen

Spektakulärer als der erste sind die beiden weiteren Anträge. Sie sehen nämlich eine Umkehrung der Einbahnstraßenregelung auf der oberen Kölner Straße zwischen Amtsgericht und Einmündung Tenholter Straße sowie die einseitige Öffnung des Kölner Tors für den Verkehr vor.

Die Zufahrt zur Kölner Straße über die obere Atelierstraße und die kleine Stichstraße gegenüber der Polizeiwache werde von ortsfremden Besuchern nicht wahrgenommen, kritisieren die Antragsteller. Auch das neue Amtsgericht, das nun als Rohbau schon fertig ist, trage nicht zu mehr Übersichtlichkeit an dieser Stelle bei. Daher sei es durchaus ratsam, die Verkehrsführung an der Kölner Straße umzudrehen und sie so zu beleben.

Einjährige Testphase

Das Kölner Tor werde als trennend empfunden, erklärt FDP-Mann Krahe. Durch eine einseitige Öffnung für den Verkehr zur Post hin könnten die Verkehrsflüsse von Ost- und Südpromenade schneller zur Kölner Straße und zu den Tiefgaragen an der Atelierstraße und der Hermann-Josef-Gormanns-Straße gelangen. Die gegenüberliegende Seite würde nach dem Vorschlag der drei Fraktionen weiterhin den Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung stehen. Die Öffnung sollte zunächst in einer einjährigen Testphase erfolgen.

Einzelhandel mit im Boot

Den Anträgen war eine intensive Zusammenarbeit mit den Erkelenzer Einzelhändlern vorausgegangen. Frank Rucman vom Gewerbering betont, dass es wichtig sei, dass Politik und Einzelhandel in diesem Thema ein einem Strang ziehen. Auch die Sozialdemokraten und die Grünen fordern eine grundsätzliche Beschäftigung der Politik in Erkelenz mit Verkehrs- und Parkraumkonzepten. Die Zeit ist also reif.

Gerade die Umkehrung der Einbahnstraßenregelung für die obere Kölner Straße werde für Diskussionen sorgen, ist sich der CDU-Fraktionsvorsitzende Merkens sicher, „aber dafür ist Politik ja da“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert