Neue Schieferplatten für Herz-Jesu Kirche in Aphoven

Von: Johannes Bindels
Letzte Aktualisierung:
15165978.jpg
Dachdeckermeister Klaus-Martin Ebel, Spezialist für die Schiefereindeckung, (oben) erläutert vor Ort auf dem Dach der Herz-Jesu Kirche in Aphoven die Verlegungstechniken. Fotos (3): Johannes Bindels Foto: Johannes Bindels
15166107.jpg
Wilfried Jentgens erklärt die erneuerte Unterkonstruktion der Schalung im Dachstuhl der Herz-Jesu Kirche in Aphoven.

Heinsberg-Aphoven. Ein neues Schieferdach für die Kirche Herz-Jesu in Aphoven war notwendig geworden. Im Sommer 2016 stellte der Kirchenvorstand das Projekt der Gemeinde vor. Im Juli 2017 begannen die beauftragten Firmen mit der Sanierung des Daches. Nach Fertigstellung des ersten Abschnitts zogen die Mitglieder des Kirchenvorstandes jetzt eine Zwischenbilanz.

„Ein solches Bauprojekt ist in finanzieller Hinsicht eine große Herausforderung für unsere Gemeinde“, betonte Maria Houben, stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes und des Kirchenbauvereins. Gemeinsam mit der Gemeinde werde man das schaffen, lautete vor einem Jahr wie auch aktuell das Credo.

Die veranschlagten Kosten betragen 160.000 Euro. Das Bistum bezuschusst das Projekt mit 60 Prozent. Die Eigenleistungen der Pfarrgemeinde betragen somit 64.000 Euro. Durch kircheneigene Mittel und durch Mittel des Kirchenbauvereins wurden bisher 40.000 Euro aufgebracht. Den Restbetrag von 24.000 Euro wollte man innerhalb des letzten Jahres aufbringen. Das sei jedoch noch nicht ganz geschafft, verwiesen die Mitglieder des Kirchenvorstandes auf notwendige Unterstützung durch die Gemeindemitglieder.

„Nach der Ersetzung der Schalungen, Dachrinnen und Bitumendecke durch die Firma Wilfried Jentgens Bedachungen hat die Firma Klaus-Martin Ebel mit der Verschieferung begonnen“, erläuterte Arno Gossen die Ausführungen der verschiedenen Gewerke. Die Fertigstellung des Schieferdaches sei in drei Abschnitten innerhalb von drei Monaten vorgesehen. Man sei im vorgesehenen Zeitplan, bestätigte Dachdeckermeister Klaus-Martin Ebel, Spezialist für Schieferdächer und Lehrbeauftragter bei der Handwerkskammer in Düsseldorf.

Das Aufbringen der Schieferschindeln aus Moselschiefer erfolge nach „Altdeutscher Deckung“, erläuterte Ebel vor Ort. Fach- und Spezialwissen sei notwendig, um eingebundene gedeckte Kehlen an Dachgauben und Hauptkehlen fachgerecht zu erstellen. Um eine Haltbarkeit von mehr als einhundert Jahren zu erreichen, sei vom richtigen Steigungswinkel bis zur korrekten Überdeckung der Schieferschindeln die Verlegung zu erfolgen, betonte Ebel. Wenn auch ein Großteil der Schieferplatten vorgefertigt angeliefert würden, würden die Schieferplatten für die Kehlen wie im Ortgang (am Rand) selber auf dem Dach zu fertigen sein, demonstrierte Ebel vor Ort auf dem Dach.

Die richtige Verschalung durch 28 Milimeter dicke Profilschalhölzer ermöglichten eine nichtfedernde Fläche und erleichterten das Annageln der Schieferplatten, erklärte Dachdeckermeister Wilfried Jentgens im Innenraum des Dachstuhls der Kirche. Erst durch die fachgerecht erstellte Kombination der beiden Gewerke würde Nässe verhindert und garantierten eine lange Haltbarkeit, betonten die beiden Meisterbetriebe.

Das Kleinod Herz-Jesu Kirche zu erhalten, hatte auch das Bistum beschlossen und die Finanzierung anteilig zugesagt. Den Restbetrag aufzubringen, werde man schaffen, sind sich die Mitglieder des Kirchenvorstandes sicher. Aber dazu brauche man die Unterstützung der Gemeinde und Bevölkerung. Jede noch so kleine Spende sei willkommen. „Ihre Spende steigt aufs Kirchendach“ lautet das Motto. Das Spendenkonto des Kirchenbauvereins: DE40 3706 9412 1022 2270 13 bei der Volksbank eG Heinsberg.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert