Erkelenz - Neue Photovoltaikanlage ist jetzt am Netz

Neue Photovoltaikanlage ist jetzt am Netz

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
15440220.jpg
2772 Solarmodule auf 66 Ständertischen fangen auf der Solaranlage zwischen A46 und Düsseldorfer Straße die Energie der Sonne ein. Foto: hewi

Erkelenz. Ein Knopfdruck von Bürgermeister Peter Jansen und dem Volksbank-Vorstand Dr. Veit Luxem und die große Freiflächen-Photovoltaikanlage neben der Grünannahmestelle war offiziell am Netz. Die Anlage zwischen A46 und Düsseldorfer Straße kann rund 200 Haushalte im Jahr mit Solarstrom versorgen.

Mit der Flächenanlage macht die vor neun Jahren gegründete Bürgergenossenschaft Sonnenschein eG einen großen Schritt nach vorne, wie Luxem betonte. Bislang konnten sieben Anlagen auf Dächern städtischer Gebäude realisiert werden, die jährlich rund 160.000 Kilowattstunden erzeugen. Dies reicht für mehr als 40 Haushalte mit jeweils vier Personen. Dieser Wert werde nun aber sprunghaft ansteigen, versprach er. Denn bei voller Auslastung können jährlich rund 700.000 Kilowattstunden erzeugt werden.

270 Meter lang

Realisiert wurde sie vom Erkelenzer Fachunternehmen psm. Die Anlage, die nur über die Grünannahmestelle zugänglich ist, besteht aus 2772 Solarmodulen, die auf 66 Ständertische montiert sind. An der längsten Stelle ist die Anlage rund 270 Meter lang.

Bürgermeister Jansen erinnerte daran, dass die Idee für die Anlage vor rund zwei Jahren geboren wurde. Für die schnelle Umsetzung waren verschiedene Partner nötig. Denn neben der Idee mussten Partner da sein, die sie finanzieren und umsetzen konnten.

Konkret waren dies neben der Stadt Erkelenz die Volksbank mit ihren Genossenschaftlern und das Unternehmen psm Nature, Power, Service & Management. Dabei könnte dort auch eine Anlage mit doppelter Leistung stehen, wie Torsten Stoll von psm betonte. Rund 1400 Kilowatt könnten an dem Standort erzeugt werden.

Sven Börstinghaus vom Volksbank-Vorstand bezifferte die Kosten mit rund 670.000 Euro, die zu einem Drittel über das Eigenkapital der Genossen finanziert wurden. Zufrieden zeigte sich auch der Erkelenzer Klimaschutzmanager Oliver Franz.

Er wies darauf hin, dass neben der finanziellen Tragfähigkeit des Projektes auch die CO2-Einsparung bedeutend sei. Rund 50 Tonnen des Schadstoffs werden durch die Anlage jährlich eingespart. Das Interesse der Erkelenzer an Solarenergie sei groß, betonte Franz und verwies auf das große Potenzial, das die Dächer der Stadt noch bergen.

In einem Solarpotenzialkataster könne jeder Hauseigentümer nachschauen, ob sich sein Dach von der Ausrichtung her für die Stromerzeugung eigne. Das Solarpotenzialkataster der Stadt Erkelenz findet man im Internet.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert