Neue Ortsumgehung: Platz für Brücke und zwei Kreisverkehre

Von: Stefan Klassen
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Kräftig gerodet: An der L 19 zwischen Gerderath und Myhl wird die Verbindung mit der künftigen Wassenberger Ortsumgehung B 221n vorbereitet. Fotos (3): Stefan Klassen Foto: Stefan Klassen
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Bäume müssen weichen: Insgesamt 27 Hektar ökologische Ausgleichsfläche ist nach Behördenangaben geplant. Foto: Stefan Klassen
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Bäume müssen weichen: Insgesamt 27 Hektar ökologische Ausgleichsfläche ist nach Behördenangaben geplant. Foto: Stefan Klassen

Wassenberg. Die Arbeiter haben in den vergangenen Wochen mit ihren schweren Maschinen ganze Arbeit geleistet: An der Landstraße 19 zwischen Gerderath und Myhl haben sie kräftig Gehölz gerodet und damit weiteren Boden bereitet für den Bau der Bundesstraße 221n.

Die Ortsumgehung von Wassenberg ist eines der größten aktuellen Straßenbauprojekte im Kreis Heinsberg. Die groß angelegte Rodung im Bereich des Parkplatzes an der L 19 war notwendig, weil sich an dieser Stelle die Landstraße und die neue Bundesstraße begegnen werden. Die Verbindung dieser beiden vielbefahrenen Straßen – derzeit rollen alleine über die noch durch die Wassenberger Innenstadt führende B 221 täglich rund 17 000 Fahrzeuge – erfordert einen hohen Aufwand, wie Markus Reul, Projektleiter beim zuständigen Landesbetrieb Straßenbau NRW, betont: „Wir werden eine sogenannte Überführung der L 19 bauen. Und damit wir die L 19 für diese Arbeiten nicht sperren müssen, bauen wir eine Umfahrung.“ Dieses Provisorium soll nach Fertigstellung der Verbindung von Land- und neuer Bundesstraße wieder verschwinden.

Die Arbeiten an der Überführung der L 19 werden laut Reul „nicht vor dem Herbst“ beginnen. „Die Planungen sind gerade fertig geworden. Jetzt kann es mit der Ausschreibung losgehen.“ Die Planung sieht vor, dass die Landstraße 19 etwas höher und die B 221n „ein gutes Stück unter der L 19“ geführt werden soll. Die Anbindung der beiden Straßen wird über zwei Kreisverkehre erfolgen.

Projektleiter Reul rechnet damit, dass dieses Teilprojekt der Ortsumgehung eine Bauzeit von etwa einem Jahr erfordert und im Idealfall Ende 2017 fertig sein wird – ebenso wie der gesamte erste Bauabschnitt der B 221n, der von der Friedrich-List-Allee in Wildenrath bis eben zur L 19 zwischen Myhl und Gerderath führt. Allerdings, so Reul, sei bei einem Vorhaben dieser Größenordnung nie auszuschließen, dass das Zeitgefüge auch einmal etwas durcheinandergerate. So seien mögliche Probleme bei den Ausschreibungsverfahren ebenso wenig vorhersehbar wie im Erdreich liegende Überraschungen: Für den ersten Bauabschnitt habe der Landschaftsverband in einem Trassenbereich von rund 100 Metern ebenso eine Untersuchung angemeldet wie für Bauabschnitt zwei. Dort werden auf einer Länge von etwa 150 Metern archäologische Untersuchungen nach alten Siedlungsresten erfolgen.

Aktuell suchen die Kampfmittelräumer das Areal der künftigen Ortsumgehung nach Relikten aus Kriegszeiten ab, und die ersten zwei von insgesamt neun Brücken sind nach Angaben des Projektleiters derzeit auch schon im Bau. „Momentan liegen wir gut im Zeitplan“, sagt Markus Reul. Läuft es so weiter, dann könnte die B 221n mitsamt ihres zweiten Bauabschnitts von der L 19 bis zur L 117 bei Orsbeck „Ende 2018 oder Anfang 2019 fertig sein“.

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